Steiermark versinkt im Schnee

Lawinengefahr

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Steiermark versinkt im Schnee

Aus dem Weiler Niederstuttern westlich von Stainach mussten laut Landeswarnzentrale (LWZ) etwa 20 Bewohner evakuiert werden. Die örtliche Lawinenkommission beurteilte die Lage am Hang des Grimming (2.351 Meter Seehöhe) oberhalb des Weilers Niederstuttern so kritisch, dass eine Räumung des Ortes veranlasst wurde. Die Menschen kamen bei Verwandten unter.

Insgesamt sind rund 840 Personen im Bezirk Liezen und dem Skigebiet Planneralm von dem Schneetreiben betroffen. Wegen Lawinengefahr - derzeit herrscht Gefahrenstufe 4 - mussten im gesamten Bezirk fünf Landesstraßen gesperrt werden.

So wird das Wetter am Wochenende

Die Gemeinde St. Nikolai/Sölktal ist schon seit Freitagvormittag von der Außenwelt abgeschnitten, rund 510 Personen sitzen fest. Grund ist die Sperre der L704, der Sölkpass-Landesstraße, ab Mössna und Baierdorf. Auch rund 130 Bewohner der Gemeinde Kleinsölk können wegen Lawinengefahr auf der L726 (ab Hinterwald) ihren Wohnort nicht verlassen. Auf der Planneralm sind rund 200 Menschen nach der Sperre der L738 ab Donnersbachwald von der Außenwelt abgeschnitten. Alle 840 Betroffenen sind laut LWZ-Sprecher Reinprecht ausreichend versorgt.

Straßen gesperrt
Mit der L711, der Ramsauer-Landesstraße, zwischen Ramsau und Filzmoos und der L701, der Koppental-Landesstraße, zwischen Bad Aussee und Obertraun (OÖ) sind zwei weitere Verkehrsstrecken im Bezirk Liezen gesperrt. Auch in diesen Abschnitten drohen Lawinen abzugehen.

Am Donnerstag wurden in den betroffenen Gebieten mit einem Hubschrauber des Bundesheeres Erkundungsflüge durchgeführt und Lawinensprengungen vorgenommen. Am Freitagvormittag ließ die Wetterlage weitere Flüge nicht zu. Sie werden fortgeführt, sobald die Witterung dies zulässt. Für das Wochenende hat die Landeswarnzentrale die Bereitschaft des Bundesheers angefordert.

Bahnstrecke zu
Wie die ÖBB mitteilten, musste auch die Bahnstrecke zwischen Stainach und Öblarn gesperrt werden. Auch hier ist eine Lawine, die bei St. Martin am Grimming abzugehen droht, der Grund. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet

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