Steirer machte

Verhandlung vertagt

Steirer machte "Crash" zum Totalschaden

Weil er eine Kunstinstallation in der Südsteiermark angezündet haben soll, stand ein 38-Jähriger am Donnerstag in Graz vor Gericht. Er gab bereitwillig zu, alkoholisiert gewesen zu sein und "aus Frust" das Kunstwerk in Brand gesteckt zu haben. Den Schaden zu beziffern war schwierig, also wurde vertagt.

Kunstwerk aus Frust abgefackelt
Ein Auto, das offenbar frontal gegen eine Mariensäule mitten am Leibnitzer Hauptplatz gefahren und komplett zerstört worden war - das war die Installation "Crash" von Werner Reiterer. Zwei Monate nach der Aufstellung ging die Arbeit in Flammen auf: Ein Betrunkener half mit zwei Papiersäcken und einem Feuerzeug nach, damit das Wrack ordentlich brannte. Er habe "so eine Frustration gehabt, weil ich meinen Sohn so lange nicht sehen durfte", meinte der Angeklagte.

Schadenssumme: "Kunst ist nicht messbar"
Bei der Bezifferung des Schadens wurde es schwierig: "Es war ein Autowrack, das noch mehr beschädigt worden ist", so der Verteidiger. Der Künstler selbst gab auch an, keinen Schaden erlitten zu haben: "Das Ganze wäre einige Wochen später sowie entsorgt worden", so Werner Reiterer gelassen. Zum Zeitpunkt des Brandes war nur noch ein Wrack vorhanden, das nun aber zum Kunstwerk mutiert war. "Kunst ist nicht messbar", befand daher der Richter. Er versuchte, wenigstens die Feuerwehrkosten dem Angeklagten aufzubrummen, aber auch hier Fehlanzeige. "Das kostet nichts, wenn Gefahr im Verzug ist", hieß es.

Nun wird noch ein psychiatrischer Gutachter eingeschaltet, außerdem wird weiter bezüglich eines möglichen Schadens ermittelt, der Prozess wurde daher vertagt.

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