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Horrotat in Wien

Teenager tötet Mutter mit 15 Stichen

Als die Sanitäter am Dienstag gegen 21 Uhr in der Wohnung in der Lorenz-Weiß-Gasse eintrafen, fanden sie Fabian N. (16) teilnahmslos neben seiner blutüberströmten Mutter (42) sitzend. Sabine N. wurde mit etwa 15 Messerstichen brutal niedergestochen, jede Hilfe kam für die kampfsport­erprobte Lehrlingsausbild­nerin zu spät. Ihr Leichnam wurde der Gerichtsmedizin übergeben. Der Gymnasiast hatte selbst Rettung und Polizei zum Haus in Wien-Penzing gerufen.

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Der WEGA öffnete der 16-Jährige dann bereitwillig die Türe und ließ sich festnehmen. Tatwaffe war Messer mit Zehn-Zentimeter-Klinge Die Tatwaffe – ein Küchenmesser mit einer zehn Zentimeter langen Klinge – wurde sichergestellt. Bei seiner Einvernahme, die am Mittwoch bis in den späten Nachmittag hinein dauerte, zeigte sich ­Fabian N. geständig. Die Hintergründe der Tat sind bisher unklar. Anzeichen, dass der mutmaßliche Täter unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, gab es zunächst keine. Für Fabian N. gilt die Unschuldsvermutung.

Trauer. Hausbewohner waren bei einem Lokalaugenschein entsetzt. Noch nie war etwas Vergleichbares in dieser ruhigen Gegend passiert. Obwohl Fabian N. an dieser Adresse gemeldet ist, wollen ihn die wenigsten hier gesehen haben. Ein Nachbar beschreibt ihn als „Muffel“. Sabine N. galt als engagierte Trainerin, die Lehrlinge zu Bürokaufleuten ausbildete, und leidenschaftliche Kampfsportlerin. Sie nahm an einer Ausbildung zur Kampfsport-Trainerin für Kinder teil, um sie Selbstverteidigung zu ­lehren.(lae, kor)

Psychotherapeutin Dr. Perner "Tat im Affekt – er war im Blutrausch"

ÖSTERREICH: Ein 16-Jähriger ersticht seine eigene Mutter. Wie kann es dazu kommen?

Rotraud perner: Man kann davon ausgehen, dass ein plötzlicher oder schon länger andauernder Streit eskaliert ist. Die 15 Messerstiche und die Tatsache, dass der Jugendliche selbst die Polizei gerufen hat, deuten eher auf einen Affekt als eine geplante Tat hin. Er war vermutlich in einer Art Blutrausch, hat erst danach erkannt, was er getan hat.

ÖSTERREICH: Gibt es Menschen, die für solche Taten besonders prädestiniert sind?

Perner: Nein. Bei solchen Konflikten geht es immer darum, dass einer seinen Willen durchsetzen will, bis der andere die Selbst­beherrschung verliert. Das kann jedem passieren.

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