Temelin komplett heruntergefahren

"Keine Gefahr"

Temelin komplett heruntergefahren

Der zweite Block des tschechischen Atomkraftwerks Temelin musste am Dienstagvormittag vom Netz genommen werden. Nachdem der erste Block des AKW bereits Ende Juli wegen Turbinenproblemen heruntergefahren wurde, steht das Kraftwerk derzeit still. Die Abschaltung erfolgte automatisch aufgrund eines Signals des Schutzsystems des Generators, die genaue Ursache ist bisher unbekannt. Das Umweltministerium in Wien beruhigt.

"Es besteht keine Gefahr, da der Defekt außerhalb des nuklearen Bereichs, in einem separaten Gebäude des Kraftwerks aufgetreten ist", sagt Sektionschef Günter Liebel vom Umweltministerium. Das Ministerium sei heute gegen 16 Uhr von der tschechischen Atomenergiebehörde über den Vorfall informiert worden, so Liebel.

Donnerstag wieder netzbetrieb
Das Kraftwerk verfügt über ein Kontroll-Schutzsystem, das aus zunächst unklarer Ursache den Block 2 automatisch vom Netz genommen hat. Am Donnerstag, so Liebel, solle das Kraftwerk wieder ans Netz gehen. Der Vorfall sei zudem nicht meldepflichtig gewesen, die tschechische Behörde habe mit Österreich aber ein "besonders korrektes und gutes Verhältnis" und habe daher über den Defekt berichtet.

Kritischer wird der Vorfall in Oberösterreich gewertet: Das Projekt Temelin werde immer mehr zu einem technischen und ökonomischen Desaster, erklärt der Anti-Atom-Beauftragte des Landes Oberösterreich, Radko Pavlovec. Die Entwicklung in Temelin müsse jenen tschechischen Politikern, die immer lauter nach weiteren Blöcken in Temelin verlangen, eine Warnung sein, bekräftigt Pavlovec in einer Aussendung.

Die ungeplante Pause im Kraftwerksbetrieb soll nun für einen Sicherheits-Test genutzt werden, der erst für Ende Dezember geplant war. Bis Ende des Jahres werde man dann den Block 2 nicht mehr wegen dieses Tests abschalten müssen, teilte der Sprecher des Kraftwerks, Marek Svitak mit.

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