Sonderthema:
Tempo 80 auf allen Autobahnen

Lenker toben

Tempo 80 auf allen Autobahnen

Österreich. Riesenwirbel an der Salzach: Seit die neue grüne Landesvize Astrid Rössler vor wenigen Tagen angekündigt hat, auf der Westautobahn (A 1) rund um die Stadt Salzburg vorerst zur Probe für drei Monate Tempo 80 verordnen zu wollen, toben die Autofahrer in Salzburg. ARBÖ und ÖAMTC schalten sich bundesweit ein – kein Wunder: Rössler plant ein Pilotprojekt, dem bald weitere folgen sollen.

  • Tempo 80 in Graz: Setzt sich Rössler durch, wollen auch die Grazer Grünen „in und um Graz dafür nach politischen Mehrheiten suchen“, wie es der grüne Verkehrssprecher Karl Dreisiebner ausdrückt.
  • Tirol stimmt zu: Die ebenfalls neue Tiroler grüne Landesvize Ingrid Felipe sagt: „Ich teile die Meinung meiner Kollegin, dass es für Autofahrer zumutbar ist, ein paar Minuten länger zu fahren, wenn dafür Tausende Anrainer entlastet werden.“ Hier geht es gleich um die ganze Inntal-Autobahn.
  • Wien und Linz bauen aus: Vorreiter in Sachen Tempo 80 sind Wien und Linz, wo seit Jahren auf den Stadt­autobahnen Tempo 80 gilt. Und das Tempolimit soll ausgebaut werden: In Wien soll es bald auf der A 4 bis zum Flughafen gelten. Im Großraum Linz baut die Asfinag derzeit um 13 Millionen Euro eine elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA), die ab 2015 auf 92 Autobahnkilometern das Tempo zwischen 60 und 100 km/h regulieren wird.

ÖAMTC-Chef: »Die Autos werden immer sauberer«
ARBÖ-Generalsekretärin Lydia Ninz hält Tempo 80 für „totalen Unfug“. Ihr Kollege Erich Lobensommer vom ÖAMTC Salzburg verweist darauf, dass die Autos seit Jahren immer sauberer werden.

In Salzburg organisiert sich der Widerstand einmal mehr auf Facebook. Die Gruppe Gegen Tempo 80 auf der 6-spurigen Autobahn hat bereits 26.000 Unterstützer. Rössler bleibt aber dabei: „Eine Minute Zeitverlust ist für die Entlastung von 3.000 Anrainern zumutbar.

Das müssen Wiener Verkehrssünder jetzt zahlen:

Das müssen Wiener Verkehrssünder jetzt zahlen 1/8
Ohne Schein Fahren ohne Führerschein kostet 30 statt 20 Euro
Kein Gurt angelegt Gurtmuffel werden mit 50 statt bisher 35 Euro Strafe belegt.
Sperrlinie überfahren Wer Sperrflächen oder Sperrlinien ignoriert, zahlt 50 Euro.
Raser Bis zu 20 km h kosten 30 € (bisher 21 Euro), ab 40 km/h zu viel 90 €.
Rettungs-Gasse Rettungsgasse nicht bilden, schlägt mit 50 Euro zu Buche.
Ohne Zulassung Wer seine Auto-Papiere vergisst, zahlt ab heute 20 statt 7 Euro.
Begegnungs-Zone Wer sich hier nicht an die Regeln hält, zahlt 30 Euro.
Rote AmpelWer bei Rot über die Ampel brettert, zahlt 70 statt 35 Euro.

 

Lydia Ninz (ARBÖ) im Interview: "Das ist totaler Unfug"

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zum geplanten Tempo-80-­Limit rund um Salzburg?
Lydia Ninz: Das ist ein kompletter Unfug. Autobahnen sind dazu gebaut, um schneller voranzukommen. Und es gibt Fakten, die kann man nicht einfach verdrehen und durch die grüne Brille sehen.

ÖSTERREICH:
Welche Fakten meinen Sie?
Lydia Ninz: Es gibt eine optimale Geschwindigkeit für Pkws, und die liegt nicht bei 80 km/h, sondern höher. Außerdem kann man die vielen Lkws nicht einfach entfernen. Die fahren auch Tempo 80. Autos dürften dann nicht mehr überholen. Man würde damit Staus provozieren, die die Anrainer noch mehr belasten.


Astrid Rössler (Grüne): "Das ist zumutbar"

In Salzburg organisiert sich der Widerstand einmal mehr auf Facebook. Die Gruppe Gegen Tempo 80 auf der 6-spurigen Autobahn hat bereits 26.000 Unterstützer. Rössler bleibt aber dabei: „Eine Minute Zeitverlust ist für die Entlastung von 3.000 Anrainern zumutbar.“

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