Tipps für die Bevölkerung

Sturmwarnung

© APA/Guenter R. Artinger

Tipps für die Bevölkerung

Tipps für die Bevölkerung
Lose Gegenstände in Gärten müssen in Sicherheit gebracht und Fenster dürfen nicht geöffnet werden. Autos sollte man nach Möglichkeit in der Garage lassen und auf Fahrten verzichten. Aber auch ein Parkplatz unter Bäumen könnte dem Pkw durch herunterstürzende Äste gefährlich werden. Ab Geschwindigkeiten von 80 km/h sollte man am Besten zu Haus bleiben. ÖAMTC und ARBÖ warnen vor Gefahren, die für Autofahrer bei solchen orkanartigen Stürmen auftreten. Heftige Böen können sogar Pkw versetzen.

Gerüste, Werbetafeln, Markisen, Partyzelte, Abdeckplatten und -planen fest verankern. Vorbeugend sollten Dächer und Schornsteine auf lose Dachziegel oder Bleche u.ä. überprüft werden. Abdecken von Glasflächen - etwa bei Gewächshäusern nicht vergessen. Nicht befestigte Gegenstände, die sich außerhalb des Hauses im Garten befinden, sollten in Sicherheit gebracht werden (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Gartenmöbel, usw.).

Bis zu Geschwindigkeiten von 120 km/h dürfte es an Gebäuden keine Probleme geben. Frühere Stürme hätten gezeigt, dass die Bausubstanz gut sei und Häuser Windgeschwindigkeiten in diesem Ausmaß ohne Beschädigungen überstehen. Was passiert, wenn die Böen noch stärker sind, wisse er jedoch nicht. Keine Gefahr stellen Baugerüste da, durch die der Wind einfach durchpfeift. Problematisch seien daran befestigte Planen. Die Baufirmen seien in Alarmbereitschaft und würden diese abmontieren oder wetterfest machen.

Grundsätzlich wird jeder Anruf über die Notrufnummer 122 aufgenommen und je nach Dringlichkeit bearbeitet. Es ist wichtig, den Schaden möglichst genau zu schildern - etwa ob Personen verletzt sind oder eine weitere Gefährdung vorhanden ist. Aufgrund dieser Schilderung der Lage entscheidet die Feuerwehr über die Dringlichkeit, um jedem Hilfeersuchen schnell und effizient nachzukommen.

Tipps für Autofahrer
Sturmböen könnten Pkw jederzeit versetzen, Lkw mit großer Angriffsfläche sogar umwerfen. "Fahrten mit Ladegut auf Anhängern oder am Dach sollten wenn möglich vermieden werden", so Moser vom ARBÖ. Besondere Vorsicht sei bei Überholmanövern geboten: Durch heftige Windstöße können Fahrzeuge versetzt und auf die Gegenfahrbahn gedrängt werden. Außerdem sollte immer mit einer Versetzung des zu überholenden Fahrzeuges gerechnet werden, größerer Seitenabstand ist Pflicht.

Lassen sich Autofahrten nicht vermeiden, gilt beim Öffnen der Türen größte Vorsicht: Starke Windböen können die Türen verbiegen oder sogar aus der Verankerung reißen.

Gefahr bei Tunnelausfahrten
Besonders auf Brücken, bei Tunnelausfahrten und nach Ende von Lärmschutzwänden soll man Acht geben: Hier könne die plötzlich eintretende Sogwirkung zu einer Verstärkung der Sturmböen führen. Kommt man in diese Situation, sollte man die Geschwindigkeit reduzieren.

Defensives Fahren empfohlen
Für Lenker die von einer Böe erfasst wurden, gilt es, Ruhe zu bewahren: Jede heftige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug noch instabiler. Auch im städtischen Bereich sollte "vorausschauend und defensiv" gefahren werden. Mit unvorhergesehenen Hindernissen wie aufgewirbelten Papier- oder Kartonteilen, Plastikplanen oder abgebrochenen Ästen muss gerechnet werden. Auch das Öffnen der Fahrzeugtüren birgt Gefahren: Windböen könnten die Türe aufreißen und großen Schaden anrichten.

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