Tod auf der Matura-Reise Tod auf der Matura-Reise

Türkei-Urlaub

 

 

Tod auf der Matura-Reise

Es sollte die beste Zeit ihres Lebens werden: Eine Woche Sonne, Strand und Party pur mit Tausenden anderen Maturanten beim „Summersplash“ im türkischen Incekum, nahe Alanya. Endlich den Schulabschluss feiern, endlich frei sein. Doch für Christoph H. (19) aus Annaberg (Tennengau/Salzburg) wurde der Trip seines Lebens zur Katastrophe .

Zusammenbruch am Strand, Tod im Spital
Dienstagnachmittag, türkische Mittelmeerküste: Schon seit Sonntag ist Christoph H. und 15 seiner Kollegen von der HTBL Hallein Teil der größten Matura-Party Österreichs (4.000 Teenager). Abends fließt der Alkohol in Strömen, tagsüber wird am Strand relaxt. So auch heute.

Doch etwas ist dann doch anders: Bereits seit einigen Stunden klagt der 19-jährige Christoph über Schwindelgefühle, fühlt sich unwohl, obwohl er heute noch keinen Alkohol getrunken hat. Ein Freund will ihm ein Glas Wasser holen, doch da ist es bereits zu spät: Christoph bricht am Strand von Incekum zusammen.

Panik bricht aus. Ein Notarzt stellt einen Herz-Kreislauf-Kollaps fest, Christoph wird reanimiert. Doch: Es folgen weitere Herzstillstände. Mit Blaulicht wird er ins Spital gebracht, doch die Ärzte sind hilflos. Kurze Zeit später kann nur mehr sein Tod festgestellt werden. Wahrscheinlichste Todesursache: Plötzlicher Herztod.

Familie und Freunde trifft die Todesnachricht wie ein Schock: „Für seine Familie ist es fürchterlich, eine Katastrophe“, so Halleins HTBL-Direktor Franz Kurz.

Im November überfuhr Christoph H. Fußgänger
Besonders tragisch: Gerade erst hatte Christoph die größte Krise seines Lebens überwunden. Bei einem tragischen Unfall hatte der Schüler vor acht Monaten mit seinem Auto einen 39-jährigen Deutschen überfahren, er starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei gab ihm keine Schuld, aber: Christoph quälten Vorwürfe, er wurde psychologisch betreut. „Er war ein Spitzbub, hatte immer ein Schmunzeln auf den Lippen. Diese Sache hat ihn reifer gemacht, aber nun endlich hatte er sie überwunden“, so sein Direktor. Das Ergebnis: Erst am Dienstag absolvierte er eine Matura mit Auszeichnung. Jetzt standen ihm alle Wege offen.

Schon am Mittwoch flogen Christophs Kollegen nach Österreich zurück, das Geld für ihre Maturareise wurde vom Veranstalter rücküberwiesen. Anfang der Woche soll dann auch Christophs Leiche überstellt werden.

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