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Todes-Schüsse aus Eifersucht

Blutbad in Mödling

Todes-Schüsse aus Eifersucht

Weil seine 18 Jahre jüngere Ehefrau einen Freund gehabt haben soll, drehte Josef W. (70) durch und erschoss sie. Dann richtete er sich selbst.

Viktorias Leben ist nun zerstört. Es ist Donnerstag, kurz nach 1 Uhr früh, als die 14-Jährige durch Schüsse aus dem Schlaf gerissen wird. Vor ihr steht ihr Vater Josef W. (70), ein pensionierter Elektro-Fachhändler. Er hat gerade drei Mal auf ihre Mutter Christa W. (52) geschossen, die neben ihr im Bett liegt. Das Kinderzimmer der Mödlinger Wohnung ist voll Blut. Die Hebamme ist sofort tot.

In Todesangst flüchtet die Schülerin zu einer Nachbarin im obersten Stock. Beim Hinauflaufen hört sie einen weiteren Schuss – ihr Vater hat sich im Badezimmer mit seiner Smith & Wesson 357 selbst gerichtet. Ihre schlimmsten Befürchtungen werden wahr: Jetzt ist auch ihr Papa tot.

Unheimliche Mordserie
Es ist das dritte Familiendrama seit vergangenem Samstag in Ostösterreich – so etwas gab es noch nie. Wieder dürfte Eifersucht das Motiv für die Tat gewesen sein.

Die Vorgeschichte: Für Josef W. war die zweite Ehe mit der hübschen blonden Christa, die immerhin 18 Jahre jünger ist als er, wie ein „zweiter Frühling“. Die Geburt von Viktoria die Krönung der einst unbesiegbaren Liebe. Doch in letzter Zeit bröckelte das Glück mehr und mehr. Christa soll eine Beziehung zu einem jüngeren Mann gehabt haben. Deshalb schlief sie auch schon bei Viktoria im Zimmer, zog aus dem ehelichen Schlafzimmer aus.

Im Tagebuch angekündigt
Und das war für den hüftkranken Pensionisten zu viel. Immer öfter kam es deshalb zu lautstarkem Streit, berichten Nachbarn ÖSTERREICH. Es gab Schreiduelle mitten in der Nacht. Hinter vorgehaltener Hand sagen Beamte: „Auch die Tochter gab zu Protokoll, dass ihre Mama einen Freund gehabt haben soll.“

Regelmäßig schrieb sich Josef W. in seinem Tagebuch den Kummer von der Seele. Beamte stießen am Donnerstag auf Tagebucheinträge, in denen W. den tödlichen Plan grob skizzierte.

"Trauma für Tochter"
Von rasender Eifersucht getrieben, besorgte sich der Pensionist erst eine Waffenbesitzkarte und dann die Tatwaffe – mit der das Blutbad Wirklichkeit wurde. Viktoria wird psychologisch betreut. Psychologin Rotraud Perner zu ÖSTERREICH: „Das ist ein schweres Trauma für die Tochter. Folgen können Jahre später auftauchen.“

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