Todeslenker von der A1 stellt sich

Nach Fahrerflucht

© APA/ Fesl

Todeslenker von der A1 stellt sich

Ein 33-Jähriger aus dem Bezirk Wels-Land hat sich nach einem Unfall mit zwei Todesopfern auf der Westautobahn (A1) in Oberösterreich Dienstagabend als Unfalllenker gemeldet, berichtete die Autobahnpolizei Seewalchen. Der Mann war gegen 6.15 Uhr in einem weißen Transporter mit zwei Kollegen zur Arbeit nach Deutschland unterwegs. Er habe nicht bemerkt, dass er mit seinem Auto kurz vor der Ausfahrt Mondsee drei Personen von der Straße katapultiert habe, sagte er der Polizei.

Eine 56-jährige Frau und ihr 32-jähriger Sohn aus dem Bezirk Vöcklabruck warteten in der Früh gemeinsam mit einem 39-jährigen Mann am Pannenstreifen der A1 auf die Polizei. Sie waren zuvor mit ihren Pkw ins Schleudern geraten und gegen die Leitschienen gekracht. Sie wurden von einem Wagen gerammt, Mutter und Sohn starben noch an der Unfallstelle. Der 39-Jährige wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfalllenker rief tagsüber seinen Vater an und erzählte ihm, dass sein Wagen hinten beschädigt, aber nichts passiert sei. "Es wäre unter Umständen möglich, dass er und die beiden anderen Insassen nichts gemerkt haben", sagte Franz Bauer von der Autobahnpolizei. Das stark beschädigte Fahrzeug wurde am Mittwoch von einem gerichtlich beauftragten Sachverständigen begutachtet. Die Einvernahme des Lenkers, der auf freiem Fuß angezeigt wurde, war vorerst noch nicht beendet. Er und seine Kollegen waren geschockt, als sie von den beiden Todesopfern erfuhren, so Bauer.
 

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