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Überfall auf Nobel-Juwelier in Wien

16. Überfall des Jahres

Überfall auf Nobel-Juwelier in Wien

Blitz-Coup zweier nobel gekleideter Juwelen-Räuber Dienstagmittag in der Wiener Innenstadt.
„Zuerst kam ein blonder Mann ins Geschäft und gab sich als Kunde aus, der sich für Verlobungsringe interessiert“, schildert Schmuckhändler Herbert Schullin: „Er verwickelte den Angestellten in ein Gespräch, als plötzlich sein Komplize ins Geschäft kam.“

Dann ging alles sehr schnell. Das Duo bedrohte die perplexe Angestellte, die noch dazu schwanger ist, und ihren Kollegen mit Pistolen. „Beide Mitarbeiter wurden sofort in die hinteren Räume gedrängt“, so Polizeisprecherin Adina Mircioane.

Täter erbeuteten Schachtel mit losen Edelsteinen
„Die elegant gekleideten Gangster wirkten sehr nervös“, so Schullin: „Sie rafften in Windeseile eine Schachtel mit losen Edelsteinen, die wir zur Bearbeitung hier hatten, und etwas Schmuck an sich.“ Bevor die gänzlich Unmaskierten die Flucht antraten, raubten sie noch einem Fahrradbooten, der zufällig ins Geschäft kam, dessen Handy und konnten mit wenig Schmuck entkommen. „Eine Sofortfahndung der Polizei verlief ergebnislos“, so Mircioane.

Der Junior-Chef, der zum Zeitpunkt des Überfalls im Büro im ersten Stock saß, betätigte zwar sofort den Alarmknopf, beim Eintreffen der Cops waren die Räuber, die zuvor im Nebengeschäft noch teure Markenschuhe gekauft hatten, aber bereits über alle Berge. „Weil alles sehr schnell ging“, so der Besitzer. Verletzt wurde beim 16. Coup des Jahres auf ein Wiener Schmuckgeschäft niemand. Erst vergangene Woche wurde ein Juwelier in der City überfallen.

Geschäftsinhaber Herbert Schullin im Interview: "Ging alles sehr schnell"

ÖSTERREICH: Herr Schullin, Ihr Schmuckgeschäft wurde gerade von bewaffneten Räubern überfallen. Wurden Sie auch bedroht?
Herbert Schullin: Nein. Ich war gerade in der Werkstatt, als sich der Vorfall abgespielt hat.

ÖSTERREICH: Haben Ihre Kollegen keinen Verdacht geschöpft?
Schullin: Nein. Der Räuber, der zuerst bei der Türe hineinkam, wirkte wie ein Geschäftsmann.

ÖSTERREICH: Wurde jemand verletzt?
Schullin: Zum Glück nicht. Es ging alles sehr schnell. Eine schwangere Angestellte erlitt aber einen Schock und wurde ins Spital gebracht. Alle haben sich richtig verhalten.

(kuc)

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