Sintflut-Regen

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Unser Urlaub fällt heuer ins Wasser

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Dieser Sommer fällt komplett ins Wasser: Statt Bikini und Sonne kann man derzeit kaum ohne Regenjacke und Schirm aus dem Haus gehen. Der Grund: gleich zwei Tiefdruckwirbel, die jede Menge Regen, Windböen und Gewitter im Gepäck haben. Und die sorgten schon am ­Wochenende für Hunderte Unwetter-Einsätze.

Museum geflutet: "Bücher konnte man auswringen!"
Allein in Klagenfurt musste Samstagabend die Feuerwehr 92 Mal ausrücken. „Es ging um überschwemmte Keller, Unterführungen, die unter Wasser standen, Bäume, die umgestürzt sind“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Hirm im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Am schlimmsten betroffen: das Kärntner Landesmuseum. Wegen heftiger Regenfälle und verlegter Abflüsse stand der Keller des Gebäudes binnen Minuten knöchelhoch unter Wasser. Dramatisch: Gerade hier wurden wegen aktueller Umbauarbeiten wertvolle historische Bücher und Schriften gelagert. „Einige Bücher konnte man später auswringen wie einen Schwamm“, berichtet eine Augenzeugin. Selbst aus den Steckdosen lief das Wasser!

Schweres Unwetter über Weiz
Sonntagnachmittag wütete ein heftiges Gewitter über Weiz in der Oststeiermark. Mehrere Straßenzüge, Häuser und Keller wurden nach dem starken Regen nach 13.20 Uhr überflutet.

Durch den kurzen, aber heftigen Regenguss dürften der Wasserstand im Zattachbach und einigen Rinnsalen angestiegen sein und sich kleine Flüsse gebildet haben, welche Geröll, Äste und teils auch Baumstämme mitführten, vermutete die Polizei. Dadurch seien wiederum die Abflussschächte für das Regenwasser verlegt worden.

Im Zillertal trat der Höllbach über die Ufer, verschlammte Straßen und sorgte auch für eine Mure.

Am Attersee kenterte durch heftige Windböen ein Segelboot, in Vorarlberg gab es bis zu 98,8 Liter Regen pro Quadratmeter (Bregenz). Die Folge: Auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele gab es Samstagabend die erste Regenabsage der Saison.

Bis in den August hinein bleibt es kühl & regnerisch
Keine gute Prognose liefern die Meteorologen. „Den Juli können wir bereits abschreiben und auch bis in den August hinein kündigt sich derzeit noch kein stabiles Hochdruckwetter an“, sagt Thomas Turecek von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Es bleibt schwül, feucht, im Westen kühler. Und ab Mitte der Woche könnten sogar Hochwasser und Muren drohen!

Für Beach-Volleyball-Mastermind Hannes Jagerhofer kein Problem (Turnier beginnt am Dienstag): „Wir werden uns davon nicht beeinflussen lassen!“


Nächste Seite: Der spannende Unwetter-Liveticker vom Sonntag zum Nachlesen.

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