Unwetter: 33.000 Blitze und zwei Tote

Traurige Bilanz

Unwetter: 33.000 Blitze und zwei Tote

Häuser, die von Muren mitgerissen werden und Menschen unter sich begraben, unpassierbare Straßen wegen Geröllmassen, Zehntausende Blitze im ganzen Land. Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Sonntag eine Spur der Verwüstung durch Österreich gezogen.

Am schlimmsten war es in Südtirol: Zwei Frauen (in Afens und in Tulfer) starben nach Murenabgängen. 500 Einsatzkräfte waren mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. In Nordtirol lösten tennisballgroße Hagelkörner und Starkregen Hunderte Feuerwehreinsätze aus. 1.000 Haushalte waren ohne Strom, die Hagelschäden betragen 500.000 Euro. In der Obersteiermark gingen im Bezirk Murau erneut Muren ab, Straßen waren unpassierbar. Tragödien spielten sich auch in Ober- und Niederösterreich ab.

33.000 Blitze in einer Nacht
Rekordverdächtig: Die ZAMG zählte in einer Nacht 33.000 Blitze, heuer gab es nur am 3. Juli mehr (54.000). Die meisten Blitze wurden in Oberösterreich (7.500) registriert. Ariane Pfleger, Meteorologin der ZAMG: „Das Hoch Ursula von den Britischen Inseln bringt uns derzeit warme, aber feuchte Luft. Abends sind immer wieder Gewitter möglich.“ So auch am Montag: Untertags heizt sich die Luft auf bis zu 35 Grad auf, abends drohen „noch kräftigere Gewitter als Samstag“, sagt Expertin Pfleger. Im Westen ist vormittags mit Regen zu rechnen.

Diashow Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

Aufräumarbeiten in St. Lorenzen

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Unwetter: 600 Kids in Sicherheit gebracht

Rund 250 Alarmierungen sind in der Nacht auf Sonntag wegen Unwetter und Starkregen im Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich registriert worden. Mehr als 100 Feuerwehren waren teils noch am Sonntag mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Völlig verwüstet wurde auch ein Jugendzeltlager der Feuerwehr in Walding (Bez. Urfahr-Umgebung). Einige Zelte wurden beschädigt. Die 600 Kinder mussten während des Unwetters im Feuerwehrhaus untergebracht werden.

Keller voll
Zahlreiche Unterführungen und Keller in den Gemeinden Ansfelden, Marchtrenk, Leonding, Pucking und Traun mussten ausgepumpt, umgerissene Bäume von den Straßen entfernt werden. Die B 137 bei Kallham (Bezirk Grieskirchen) musste gesperrt werden.

Diashow Luft-Bilder: So zerstört ist St. Lorenzen

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

Die Gemeinde im Paltental (Bezirk Liezen, Steiermark) wurde von einer Mure verschüttet.

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Blitzschlag
In Schlüßl­berg (Bezirk Grieskirchen) schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein und beschädigte das Dach, einige Fenster sowie die elektrischen Anlagen. Die Familie blieb unverletzt. Hausbesitzer Roland Edelbauer erzählte im Interview mit ORF OÖ: „Ich stand im Schlafzimmer, als ich den Blitz einschlagen gesehen hab.“

Am Traunsee musste die Märchennacht mit vielen Booten am See kurzfristig abgesagt werden.
 

Lesen Sie mehr: Unwetter-Drama auf Pop-Festival: Dutzende Verletzte >>>

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