Vermeintlicher Mörder zurück am Tatort Vermeintlicher Mörder zurück am Tatort

Freundin zerstückelt

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© Kernmayer/Privat

Vermeintlicher Mörder zurück am Tatort

Freitag um 13 Uhr fuhr ein Bus der Justizwache in die Tiefgarage eines Neubaus in der Wiener Aufhofstraße. Auf der Rückbank in Handschellen: ein kleiner und schmächtiger Brillenträger – Philipp K. Der 22-jährige Student wurde von der Kripo aus der U-Haft zu einem Lokalaugenschein gebracht. Mit einem Messer in der Hand sollte er in seiner Wohnung an einer Puppe demonstrieren, wie er am 1. Juli seine 22-jährige Freundin Steffi Pagels getötet und dann ihre Leiche zerstückelt hat.

Sex-Rausch
In einem Teilgeständnis kurz nach seiner Verhaftung hatte Philipp K. (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) Ermittlern Schauerliches erzählt: Mit Freundin Steffi habe ihn eine Sadomaso-Beziehung verbunden. Am Nachmittag der Tat habe man gemeinsam eine Flasche Wodka gekippt und reichlich Kokain gerüsselt. Dann habe das Mädchen vorgeschlagen, eine Vergewaltigungsszene nachzustellen. Und im Sex-Rausch habe er das gefesselte Opfer mit einem Küchenmesser niedergemetzelt.

Ekel
Trotz Topanwalt Ernst Schillhammer an seiner Seite wird Philipp K. in seinem Mordprozess wohl oft den Blick senken. Denn Geschworene zeigen gewöhnlich ihren Ekel, wenn sie hören: Das Opfer wies 100 Stichwunden auf. Die Leiche wurde zerteilt, in Plastiksäcken verstaut und in zwei Müllcontainer geworfen. Davor soll Philipp K. noch eine Tätowierung mit seinem Namen aus Steffis Fleisch geschnitten und im Klo weggespült haben.

Erinnerung
Bei der Tatortbegehung hatte der Verdächtige allerdings Erinnerungslücken. Und seine Mutter Margit K., die vor dem Schauplatz auf und ab ging wie eine Tigerin, glaubt auch zu wissen, warum: "Mein Sohn hat Steffi gar nicht getötet. Ein Privatdetektiv wird das in meinem Auftrag nachweisen.“ Der Sex-Mord bleibt spannend. Garantiert.

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