Verschüttete befreien sich selbst aus Lawine

Landeck

Verschüttete befreien sich selbst aus Lawine

Ein Lawinenabgang mit drei Verschütteten hat am Samstag in Spiss im Tiroler Samnauntal glimpflich geendet. Laut Polizei war eine vierköpfige einheimische Skitourengruppe gerade beim Aufstieg auf das Hintere Kreuzjoch, als sich rund 150 Meter unterhalb des Gipfels ein Schneebrett löste. Drei Mitglieder der Gruppe wurden erfasst und 150 Meter weit mitgerissen.

Ein 42-jähriger Wintersportler und eine 20-Jährige wurden gänzlich verschüttet. Eine 30-jährige Tourengeherin, die ihren Lawinenairbag auslöste, geriet bis zu den Knien in die Schneemassen. Die Skifahrer konnten sich selbst befreien. Sie blieben bis auf den 42-jährigen Einheimischen unverletzt. Dieser wurde mit Prellungen und Abschürfungen mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zams geflogen.

Erhebliche Gefahr im Tirol
Lawinengefahr in Tirol ist von den Experten am Sonntag nach wie vor als erheblich, also mit Stufe "3" der fünfteiligen Skala, eingestuft worden. Vor allem oberhalb von 2.000 Metern sei das Risiko gebietsweise noch erheblich, teilte der Lawinenwarndienst mit. In Vorarlberg herrschte am Sonntag mäßige Lawinengefahr, also Stufe "2" der Skala.

Lage entspannt
Dagegen hat sich die Situation im Rax-Schneeberggebiet, den Türnitzer und Ybbstaler Alpen etwas entspannt. Heute, Sonntag, herrschte hier mäßige, in den Gutensteiner Alpen und dem Semmering-Wechselgebiet aufgrund der geringen Schneemengen geringe Lawinengefahr, so der Lawinenwarndienst NÖ. Die Nassschneesituation werde sich durch die frühlingshaften Bedingungen auf den Bergen etwas anspannen.

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