Volkshilfe bekämpfte

Oberösterreich

Volkshilfe bekämpfte "Kanackendreck"-Posting

Die Volkshilfe OÖ prüft rechtliche Schritte gegen einen Facebooker. "Tod dem Kanackendreck, der alles bekommt, was auch immer das Kanackenherz begehrt", hatte er unter ein Bild der Organisation gepostet, das drei Mädchen - zwei mit dunkler Hautfarbe - zeigt. Laut Facebook verstoße der Kommentar nicht gegen die "Gemeinschaftsstandards" der Plattform, kritisierte die Volkshilfe am Mittwoch.

Anfang Dezember wurde der Eintrag gepostet. Die Volkshilfe löschte ihn umgehend und sperrte den Verfasser auf ihrer Seite. Gleichzeitig informierte sie Facebook, um zu erreichen, dass der User ausgeschlossen wird. Noch am selben Tag kam die Antwort: "Wir haben den von dir wegen Hassbotschaften und -symbolen gemeldeten Kommentar geprüft und festgestellt, dass er nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt."

Die Volkshilfe hakte daraufhin noch einmal nach und ersuchte um neuerliche Überprüfung - ohne Ergebnis. Seit 4. Dezember habe man nichts mehr gehört, ist Präsident Josef Weidenholzer empört. "Wir müssen also davon ausgehen, dass es den Standards von Facebook entspricht, Kindern mit Migrationshintergrund den Tod zu wünschen." Im neuen Jahr will die Organisation eine Kampagne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf der Internet-Plattform starten. Man müsse unmissverständlich klarmachen, dass Aufwiegler und Hetzer in unserer Gesellschaft keinen Platz haben, betonte Weidenholzer.

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