Vorsicht vor Sex-Falle Facebook

Endstation Strich

Vorsicht vor Sex-Falle Facebook

Zuhälter in ganz Europa nutzen neuerdings das Internet, um sich an blutjunge Mädchen heranzumachen. Die miese Masche wird „Loverboy“-Trick genannt und läuft so:

Köder
Burschen im Alter zwischen 18 und 25, die auf Eigenregie oder für Mädchenhändler-Ringe arbeiten, suchen Opfer in Online-Netzwerken wie „Facebook“ und Chats. Sie umschmeicheln Schülerinnen (bevorzugt: 13 bis 16 Jahre alt) und erzählen von der großen Liebe. Die ersten Treffen finden immer an öffentlichen Plätzen (etwa in Cafés) statt, damit sich die Mädchen sicher fühlen.

Am Strich
Haben „Loverboys“ Vertrauen gewonnen, geht’s zur Sache. Erst bitten sie ihren Flirt, mit anderen Männern zu schlafen, um angebliche Schulden zu bezahlen. Denn erpressen sie die Mädchen mit heimlich mitgeschnittenen Sexvideos. Auch Drogen machen die Opfer gefügig.

Gefahr
In den Niederlanden gibt es bereits 3.000 „Loverboy“-Anzeigen, in Deutschland sind es mehr als 200. In Österreich, sagt Bundeskriminalamt-Sprecherin Silvia Strasser, „haben wir noch keinen konkreten Fall. Aber natürlich kennen wir die Gefahr und beobachten die Szene“.

Der Fall Mona
In Deutschland macht derzeit das Schicksal der 15-jährigen Mona Schlagzeilen. Die Schülerin war laut ihrer Mama „vollkommen auf das Internet fixiert. Jeden Tag saß sie stundenlang vor dem Laptop“. Im Frühling lernte Mona auf „Facebook“ einen Pakistani (25) kennen. Am 17. Mai verschwand sie von daheim. Die Kripo fand sie in einem Bordell.

Expertin Strasser: „Wir setzen auf Vorbeugung, auf Infos unserer Spezialisten in der Zielgruppe der Kriminellen.“ Der Rat heißt, sich nie mit Fremden zu treffen, die online Kontakt suchen. Wer die Falle kennt, tappt nicht hinein.

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