Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2008

Rückgang

 

Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2008

308 Menschen sind bisher in Österreich bei Unfällen ums Leben gekommen, im Jahr davor sind es 324 gewesen. Nicht berücksichtigt wurde die 30-Tages-Frist.

60 Prozent verunglückten im Pkw. Hauptunfallursache war zu hohes Tempo. Der Verkehrsclub fordert mehr Disco-Busse, mehr verkehrsberuhigte Zonen im Ortsgebiet und Tempo 80 auf Freilandstraßen.

"Die Zahl der Verkehrstoten sollte laut Österreichs Verkehrssicherheitsprogramm heuer um mindestens 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Von diesem Ziel ist Österreich jedoch weit entfernt", stellte VCÖ-Experte Martin Blum fest.

Anstieg in vier Bundeländern
Die Analyse zeigt, dass in fünf Bundesländer weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, in vier Bundesländern mehr. Den stärksten Rückgang erreichte Oberösterreich mit minus 20 Prozent vor Niederösterreich mit minus 16,8 Prozent. Alarmierend ist der starke Anstieg in Tirol und in Kärnten mit jeweils plus 47 Prozent.

In Niederösterreich, dem größten Bundesland, gibt es mit 84 die meisten Verkehrstoten. Die wenigsten verunglückten in Vorarlberg (acht) und in Wien (zwölf). "Wien hat den Vorteil der Stadt. Niedriges Tempo im Straßenverkehr und sehr viele Fahrten mit dem Öffentlichen Verkehr bedeuten mehr Verkehrssicherheit. Mehr verkehrsberuhigte Zonen können das Unfallrisiko in Wien weiter verringern", so Blum.

"Killer" PKW
Die meisten Todesopfer verunglückten mit dem Pkw. "Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer, nämlich von 53 auf 40", berichtete der VCÖ. Zudem sind 43 Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet worden (plus zwei), sowie 21 Radfahrer (plus drei).

38 Prozent der tödlichen Unfälle passierten, weil der Lenker zu schnell war. Auch Alkohol, Ablenkung (etwa durch Telefonieren am Steuer) und Überholen sind häufig Ursache schwerer Unfälle.

Der Verkehrsclub fordert ein Verkehrssicherheitspaket mit Tempo 80 auf Freilandstraßen, mehr Disco-Bussen und verkehrsberuhigten Zonen im Ortsgebiet. Außerdem sollte spritsparend Fahren - ähnlich wie in Schweden - verpflichtender Bestandteil der Fahrausbildung werden.

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