Wieder Listerien: Diesmal im Forellenfilet

Rückrufaktion

Wieder Listerien: Diesmal im Forellenfilet

In einer bereits abgelaufenen Charge des Produkts "Forellen Filet geräuchert, ohne Haut" der Firma Eisvogel sind bei der amtlichen Lebensmittelüberwachung Listerien festgestellt worden. Obwohl die Produkte nicht mehr zum Verkauf stehen, informierte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstag in einer Aussendung vorsorglich, "da nicht ausgeschlossen werden kann, dass in Haushalten noch Produkte überlagert oder eingefroren vorrätig sind".

Vor Verzehr gewarnt
Die Höhe der Kontamination liegt mit 560 KBE/g (koloniebildende Einheiten) über dem für zulässigen Grenzwert (100 KBE/g am Ende der Haltbarkeitsdauer). Das Produkt wurde als gesundheitsschädlich beurteilt; vor einem Verzehr der Ware wurde ausdrückliche gewarnt.

Die AGES ersuchte die Verbraucher, das betroffene Produkt keinesfalls zu verzehren, sondern umgehend zu entsorgen bzw. in der Verkaufsstelle zu reklamieren. Die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder überwacht die Rückholaktion und setzt gegebenenfalls weitere Maßnahmen. Adeg und Interspar haben das geräucherte Forellenfilet im Sortiment.

Vermehrt sich auch im Kühlschrank
Aufgrund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren. Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z.B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe. Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor. Bei ihnen äußert sich eine Infektion in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn-bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden.

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