Nacht auf Sonntag

Nacht auf Sonntag

Wieder heftige Unwetter in Österreich

Die Unwetter im Nordburgenland haben in der Nacht auf Sonntag erneut für zahlreiche Einsätze gesorgt. Besonders betroffen war der Bezirk Mattersburg und die Gemeinde Loipersbach. Zugespitzt hat sich die Lage in Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung): Die Wulka war mit den heftigen Regengüssen in der Nacht überfordert und trat über die Ufer. "Teile der Ortschaft stehen unter Wasser", sagte Robert Csukovits, Kommandant der Feuerwehr Wulkaprodersdorf.

Wetterprognose

Vier Meter
"Wir sind am Freitag mit einem blauen Auge davon gekommen. Da war die Situation zwar schon etwas kritisch, aber nicht so wie jetzt", so Csukovits. Seit 1.00 Uhr versuche der Kommandant gemeinsam mit seiner Mannschaft den Wasserstand der Wulka unter Kontrolle zu bringen: "Normalerweise liegt der Pegel bei etwa 20 Zentimeter bis maximal einem halben Meter, der Höchststand betrug heute 4,20 Meter. Aktuell ist er Gott sei Dank auf 4,15 Meter gesunken", sagte der Oberbrandinspektor.

Um die Gefahr zu bannen habe man nun zu den 3.000 vorrätigen Sandsäcken 4.000 weitere vom LFK geholt. Etwa 40 bis 50 Frauen und Männer griffen am Vormittag den 54 Feuerwehrmännern unter die Arme.

Zahlreiche Schäden
In der Oststeiermark sind nach heftigen Regenfällen mit Blitzschlägen zahlreiche Schäden an Gebäuden und landwirtschaftlichen Kulturen entstanden. Betroffen waren vor allem die Bezirke Weiz und Hartberg. Im Bezirk Leibnitz und im Bezirk Hartberg schlugen Blitze in die Kamine von Einfamilienhäusern ein und setzten die Dachstühle in Brand. Die Feuerwehren etlicher Gemeinden waren bis zum Sonntag mit Sicherungs- und Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

Die Gewitter gingen vor allem im Raum Preding, Thannhausen und Unterfladnitz nieder, dadurch trat der Farchabach im Bereich zwischen Farcha Nord und Farcha Süd aus den Ufern. Die dortigen Gemeindestraßen und Felder und zahlreiche Keller wurden überflutet.

Straßen gesperrt
Im Bezirk Hartberg in Mönichwald musste die L416 wegen Murenabgängen und umgestürzten Bäumen über der Straße gesperrt werden, dieselbe Lage musste von den Feuerwehren in Vorau und St. Lorenzen, Ebersdorf und Kaindorf gemeistert werden.

Die Feuerwehr Stubenberg musste Auspumparbeiten im Bereich des Badesees vornehmen, die Feistritzklamm - die Verbindungsstraße zwischen Stubenberg und Anger wurde aufgrund einer großen Mure gesperrt. Die Landesstraße zwischen St. Johann und Burgau wurde vermurt, etliche Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Straßenmeistern waren mit dem Räumen beschäftigt. Die Höhe der Schäden in den Bezirken konnte erst im Laufe des Sonntags beurteilt werden.

Ötztal-Bundesstraße gesperrt
Nach heftigen Regenfällen ist die Ötztal-Bundesstraße (B 186) seit den frühen Sonntag Morgenstunden für jeden Verkehr gesperrt. Bei Tumpen war die Hochwasser führende Ötztal Ache über die Ufer getreten und hatte die Fahrbahn überflutet.

Wie lange die Sperre dauern wird, war zunächst nicht absehbar. Meldungen über Schäden oder Verletzte lagen nicht vor. Für den Sonntag wurde mit einer Entspannung der Situation gerechnet.

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