Wiener Islamist verurteilt

Al-Kaida-Fanatiker

Wiener Islamist verurteilt

Einst trug er voller Stolz die Uniform der Garde des Bundesheeres, durfte als einer der wenigen sogar aus religiösen Gründen mit Vollbart zum Dienst, doch dann rutschte Maqsood L. (23) in die bewaffnete Terrorszene ab. Der Wiener wurde am Freitag vom Kammergericht in Berlin wegen Mitgliedschaft in der Al-Kaida zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Dschihad-Ausbildung in einem Terror-Camp
Denn Maqsood ließ sich nach seinem Grundwehrdienst nahe der pakistanisch-afghanischen Grenze in einem Al-Kaida-Terrorcamp zum Dschihad-Kämpfer ausbilden.

Sein Auftrag laut Staatsanwaltschaft: Gemeinsam mit seinem deutschen Komplizen Yusuf O. (27) sollte der Wiener neue Sympathisanten für den Heiligen Krieg rekrutieren, Geld dafür einsammeln und sich auf Terroranschläge in Europa vorbereiten. Genaue Angriffsziele blieben unbekannt, Maqsood L. schwieg während des gesamten einjährigen Prozesses.

Das hohe Strafmaß (nicht rechtskräftig) von fast sieben Jahren Gefängnis begründete der Richter mit der „immensen Gefährlichkeit“ der Terrorgruppe, der sich der Österreicher angeschlossen hatte.

Mitangeklagter muss neun Jahre hinter Gitter
Der deutsche Mitangeklagte Yusuf O. wurde ebenfalls am Freitag zu neun Jahren verurteilt.

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