Trotz Terrorwarnung Besucher-Ansturm erwartet

Kein Gäste-Minus

Trotz Terrorwarnung Besucher-Ansturm erwartet

 Der morgige Silvesterpfad in Wien wird bekanntlich infolge der Warnung eines Geheimdienstes vor einem Terroranschlag in europäischen Hauptstädten mit verstärktem Polizeiaufgebot über die Bühne gehen. Einen merkbaren Besucher-Rückgang erwartet der Veranstalter Stadt Wien Marketing dadurch aber nicht. Die prognostizierten Minus-Grade könnte sich indes schon auswirken.

620.000 Menschen im Vorjahr

Dass Wiener und Touristen wegen Sicherheitsbedenken zu Hause bleiben, glaubt Geschäftsführer Michael Draxler nicht. "Danach, was ich bis jetzt gehört habe, habe ich nicht den Eindruck", sagte er am Mittwoch auf APA-Anfrage. Auf konkrete Prognosen wollte er sich aber vorerst nicht festlegen. Im Vorjahr wohnten 620.000 Menschen dem innerstädtischen Trubel zum Jahreswechsel bei.

Wetter beeinflusst Besucherzahlen
Einfluss auf die Besucherströme könnten aber die Wetteraussichten haben, meinte Draxler: "Das spüren wir sehr wohl." Bei minus fünf Grad würden zwar nicht unbedingt weniger Leute kommen als bei plus fünf Grad, aber sie würden kürzer bleiben. Deshalb entstehe der Eindruck, dass insgesamt weniger los sei.

Besondere Instruktionen

Was die Terrorwarnung anbelangt, betonte Draxler, dass man das Pfad-Personal instruiert habe, bei Kontrollen von Taschen - diese fänden gemäß der Hausordnung bereits seit Jahren statt und dienten dem Aufspüren verbotener Pyrotechnik - besonders sensibel umzugehen. "Denn aufgrund der jetzigen Situation könnten manche Leute anders reagieren als in den vergangenen Jahren", meinte der Stadt Wien Marketing Chef. Außerdem werde die Security auch verstärkt auf bisher eher vernachlässigte Dinge den Fokus legen: "Da geht es heuer nicht nur um Rucksäcke, aus denen zehn Meter lange Feuerwerksraketen rausstehen, sondern beispielsweise auch um abgestellte Koffer vor einem Hotel."

Musik- und Unterhaltungsprogramm

Der Silvesterpfad startet morgen, Donnerstag, um 14.00 Uhr und dauert bis 2.00 Uhr. An 13 Standorten - hauptsächlich in der Innenstadt gelegen - werden Musik- und Unterhaltungsprogramm bei freiem Eintritt geboten. Zwecks verstärkter Sicherheit hatte die Polizei kürzlich beschlossen, ihr Aufgebot rund um die Silvesterfeierlichkeiten in der Bundeshauptstadt mit insgesamt 250 Kollegen aus anderen Bundesländern aufzustocken.

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