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Wilderer-Amoklauf: Polizei eröffnete Feuer

Ermittlungen

Wilderer-Amoklauf: Polizei eröffnete Feuer

Nach dem in der Nacht auf Dienstag vergangener Woche in Annaberg (Bezirk Lilienfeld) verübten Vierfachmord stehen den niederösterreichischen Kriminalisten noch wochenlange Ermittlungen bevor. "Wir arbeiten langsam und präzise, wir sind unseren getöteten Kollegen schuldig, erstklassige Arbeit zu leisten", sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager. Bei dem Versuch, einen seit Jahren gesuchten Wilderer zu stellen, waren drei Beamte und ein Sanitäter des Roten Kreuzes erschossen worden. Der 55-jährige Täter beging Selbstmord.

Polizei eröffnete Feuer
Am Montag wurde auch bekannt, dass nicht der Wilderer, sondern die Polizei das Feuer eröffnet hatte. Baumschlager schilderte gegenüber der ORF-Sendung "Thema" den Beginn des Polizeieinsatzes folgendermaßen: "Der Mann fuhr auf eine der Straßensperren zu, bremste kurz ab, drängte dann aber einen der Streifenwagen zirka 25 Meter von der Fahrbahn ab. Dabei wurde er von Polizeibeamten beschossen."

Das verdächtige Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen sollte angehalten werden, so Baumschlager. Weil der Lenker die Straßensperre durchbrochen habe, sei auf das Fahrzeug - nicht auf den Mann am Steuer - gefeuert worden, um eine rechtmäßige Festnahme zu erzwingen, erläuterte der Sprecher.

Diashow Die Schauplätze der Schießereien

Erste Schießerei

Das Straßenstück an jener Stelle bei Annaberg, wo ein Polizist von dem Wilderer getötet wurde.

Erste Schießerei

Markierungen von Einschusslöchern an einer Garage nahe jener Stelle bei Annaberg, wo ein Polizist von dem Wilderer getötet wurde.

Erste Schießerei

Markierungen von Einschusslöchern an einem Wohnhaus bei Annaberg, wo ein Polizist von dem Wilderer getötet wurde.

Erste Schießerei

Markierungen von Einschusslöchern an einem Wohnhaus bei Annaberg, wo ein Polizist von dem Wilderer getötet wurde.

Erste Schießerei

Eine Markierung eines Einschussloches an einem Brückengeländer bei Annaberg, wo ein Polizist von dem Wilderer getötet wurde.

Zweite Schießerei

Das Gelände eines Sägewerkes bei Annaberg, von wo aus ein Sanitäter von dem Wilderer getötet wurde.

Zweite Schießerei

Kerzen stehen an jener Stelle neben einem Sägewerk bei Annaberg, wo ein Sanitäter von dem Wilderer getötet wurde.

Zweite Schießerei

Das Gelände eines Sägewerkes bei Annaberg, von wo aus ein Sanitäter von dem Wilderer getötet wurde.

Dritte Schießerei

Hier wurde ein weiterer Polizist von dem Wilderer getötet und ein weiterer vermutlich entführt.

Dritte Schießerei

Hier wurde ein weiterer Polizist von dem Wilderer getötet und ein weiterer vermutlich entführt.

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Der mutmaßliche Wilderer erschoss in der Folge drei Polizeibeamte und einen Sanitäter. Am Nachmittag verübte er auf seinem Anwesen in Großpriel nahe Melk Selbstmord. Zwei der Opfer des 55-Jährigen wurden am (heutigen) Dienstag in ihren Heimatgemeinden beigesetzt.

Baumschlager bestätigte auch, dass auf dem Anwesen von Alois H. vier gestohlene Motorräder sichergestellt worden seien. Zwei dieser Maschinen waren demnach 2007 auf dem Areal des Wachauringes in Melk entwendet worden. Dort wurden damals auch zahlreiche Kfz demoliert. Der Schaden betrug 110.000 Euro. Die weiteren ebenfalls jeweils hochpreisigen Motorräder wurden in Aggstein (2011) und in Loosdorf (2012) gestohlen.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft St. Pölten gehen davon aus, dass die Ermittlungen in dem Fall noch Wochen in Anspruch nehmen werden. So wurden auf dem Anwesen des 55-Jährigen auch zahlreiche Waffen und Trophäen entdeckt, die zugeordnet werden müssen.
 

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