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Horror-Mord an Erben in Graz

Horror-Mord an Erben in Graz

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Zwei Banker zerstückeln ihren Kunden

Das Verbrechen von unvorstellbarer Grausamkeit trug sich bereits im Winter zu, konnte aber erst nach umfangreichen Erhebungen und Überwachungen der mutmaßlichen Täter aufgeklärt werden.

Besorgte Tante schlug bei den Behörden Alarm      
Vermögen. Es war der 12, Februar, als zwei Männer den 53-jährigen Heinz E. von seiner Wohnung in Graz-Wetzelsdorf abholten. Ganz freiwillig dürfte der gebürtige Voitsberger nicht mitgekommen sein - drei Tage später schlug seine betagte Tante Alarm, dass ihrem Neffen etwas passiert sein könnte.
Offenbar wusste auch sie, dass der Heinz zunächst nicht näher definierte "Probleme" mit zwei Bankern hatte. Der Steirer, der durch den Tod seiner Eltern zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen war, hatte den Mitarbeitern einer ausländischen Bank mit besten Zinsversprechungen viel Geld anvertraut.

80.000 Euro von den Sparbüchern abgezweigt
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft  bestätigen, soll der 53-Jährige aufgedeckt haben, dass die beidem ihm mindestens 80.000 Euro von zwei Sparbüchern abgebucht und unterschlagen haben. Als er sie darauf ansprach, musste er sterben.

Container für Blutbad nahe Graz angemietet
Die folgenden Ereignisse sollen eiskalt geplant worden sein - es gilt die Unschuldsvermutung. Halil I. (29) und Ferhat K. (23) brachten ihr Opfer mit dem Auto nach Graz-Eggenberg. Auf dem Weg dorthin soll ihn der ältere der beiden (das sagt zumindest der andere aus) mit einem Seil brutal erwürgt haben.

Dann schritten sie im extra dafür angemieteten Container am Gelände einer Speditionsfirma zur blutigen Tat - und zerstückelten die Leiche. Dann wurden die Teile in Beton gegossen und in der Mur entsorgt. Da derzeit noch Hochwasser herrscht, können die Polizeitaucher noch nicht an der von den beiden angegebenen Stelle suchen.

Faktum ist, dass im Container eindeutige Spuren gefunden wurden, die darauf hinweisen, dass der entführte Erbe auf die beschriebene unfassbare grau8same Art zerstückelt wurde. Ferhat K. soll geständig sein, schiebt aber alle Verantwortung auf seinen Komplizen.
 

Die Täter: Banker, Ehemänner und gebürtige Türken

Die beiden Verdächtigen in der Horror-Causa dürften auf freier Basis für die Bank in Graz gearbeitet haben. Der 23-jährige Ferhat K. (HAK-Absolvent und BWL-Student) ist seinem Business-Profil zufolge auch nur für eine umstrittene Einkaufsgemeinschaft tätig. Das Motto des verheirateten gebürtigen Türken mit österreichischem Pass: „Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, bleibst du immer nur das, was du heute bist.“ Der vom jungen Komplizen belastete, zu den Vorwürfen aber nicht geständige mutmaßliche 29-jährige Haupttäter Halil I. (es gilt die Unschuldsvermutung) stammt aus Ankara, er ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Motiv für den Horror-Mord: Das Opfer hatte sie beim Unterschlagen seines Vermögens erwischt.

Das Opfer: Reich nach Tod der Eltern

Das Opfer, Heinz E. aus Voitsberg, war schon vor seinem so brutalen Tod eine tragische Figur: Sein Bruder war nach dem Konsum von Drogen gestorben, er selbst war in Voitsberg als äußerst schwieriger Mensch bekannt, der angeblich einst für die „Botschaft in der Sowjetunion“ gearbeitet haben will, was ihm aber keiner abnahm. 2011 kam er auf spektakuläre Weise in Konflikt mit dem Gesetz:

Vor Erbe wollte Opfer Tankstelle anzünden
Schwer verwirrt hatte er auf einer Tankstelle in Köflach Benzin aus der Zapfsäule und aus einem Kanister verschüttet und dann mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt – weil Stimmen im Kopf ihm das befahlen.

Nur der schnellen Reaktion der Tankstellenmitarbeiterin, die sofort zum Feuerlöscher griff, ist es zu verdanken, dass nicht mehr passierte. Heinz E. wurde dabei leicht verletzt. Beim Gerichtsverfahren erhielt der damals 51-Jährige eine bedingte Einweisung in die Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Als er wieder herauskam, starben seine Eltern, die dem Sohn Immobilien im Wert von mehreren Hunderttausend Euro hinterließen. Damit kaufte er sich unter anderem eine Wohnung in Graz, den Rest legte er – wie Heinz E. hoffte – gewinnbringend an. Leider geriet der Steirer dabei eindeutig an die falschen Banker.

                                                               

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