Zwei Tote und 71.000 Raser zu Ostern

Verkehrs-Bilanz

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Zwei Tote und 71.000 Raser zu Ostern

Mit zwei Verkehrstoten in Oberösterreich und in Tirol ist das diesjährige Osterwochenende das unblutigste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Auch die Zahl der Unfälle und der dabei Verletzten ist deutlich zurückgegangen. Bei den Schwerpunktaktionen der Polizei wurden rund 71.000 Raser und 570 Alkolenker erwischt.

38 Prozent weniger Oster-Unfälle
Insgesamt haben sich am Osterwochenende von Karfreitag bis Ostermontag 262 Unfälle ereignet. Das sind um 161 (38,1 Prozent) weniger als im Vorjahr (423 Unfälle). 339 Menschen wurden dabei verletzt (um 245 bzw. 42 Prozent weniger als noch 2009 mit 584 Verletzten).

Die beiden Todesopfer im heurigen Jahr sind am Karsamstag bzw. am Ostermontag verunglückt. Ein 71-jähriger Mann ist in Wattens in Tirol von einem ausparkenden Pkw niedergestoßen und tödlich verletzt worden. Zwei Tage später starb in Oberösterreich ein 65-jähriger Deutscher nachdem er von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. 2009 haben sechs Menschen ihr Leben verloren, 2008 waren es acht. Im Vergleich dazu waren am schlimmsten Osterwochenende im Jahr 1976 39 Todesopfer zu beklagen.

Über 71.000 Temposünder
Im Zuge der verschärften Polizeikontrollen wurden 71.179 Fahrzeuglenker mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt (2009 waren es 78.272, was einem Rückgang von 9,1 Prozent entspricht). Den Vogel schoss ein Pole in Tirol ab, der mit seinem Sportwagen eine Zivilstreife mit 220 km/h überholte. In Vorarlberg wurde ein Deutscher bei starkem Regen in einer Tempo 100-Beschränkung mit 174 km/h gestoppt.

570 Alkolenker
286 Fahrzeuglenker mussten ihren Schein abgeben. In 90 bis 95 Prozent der Fälle war Alkoholisierung die Ursache dafür, berichtete Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium. Darunter waren Lenker mit über zwei Promille Alkoholgehalt im Blut. 2009 wurden 324 Führerscheine abgenommen. Wegen Alkohol am Steuer hat es 570 Anzeigen gegeben (2009: 657).

Ursache für die erfreuliche Bilanz dürfte neben der verschärften Verkehrsüberwachung auch das Wetter gewesen sein. Die wechselhafte Witterung hat sich auf das Verkehrsaufkommen ausgewirkt. Heuer waren zu Ostern relativ wenige einspurige Fahrzeuglenker unterwegs, resümierte Bruckner.

Wien
Positive Bilanz zog auch die Polizei in Wien. Zu Ostern 2010 haben sich 31 Verkehrsunfälle mit 36 Verletzten ereignet, im Jahr 2009 waren es noch 47 Verkehrsunfälle mit 53 Verletzten. Bei Fahrzeugkontrollen wurden insgesamt 3.362 Lenker wegen zu hohem Tempo beanstandet. 65 Anzeigen wurden wegen Alkohol am Steuer erstattet, 35 Führerscheine abgenommen.

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