Burgenland feiert 90 Jahr-Jubiläum

Fest in Eisenstadt

Burgenland feiert 90 Jahr-Jubiläum

Mit einer Festsitzung des Landtages und einer großen Feier mit der Bevölkerung am Europaplatz vor dem Landhaus in Eisenstadt haben heute, Sonntag, die Veranstaltungen zum Jubiläum "90 Jahre Burgenland" ihren Höhepunkt erreicht. An der Sitzung, die um 11.00 Uhr begann, nahmen auch Bundespräsident Heinz Fischer sowie Bundeskanzler Werner Faymann (S), Vizekanzler Michael Spindelegger (V) sowie Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) teil. Landeshauptmann Hans Niessl (S) dankte den Burgenländerinnen und Burgenländern in seiner Rede für ihren Einsatz beim Aufbau des Landes.

Das Burgenland sei unter schwierigen Umständen gestartet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sei der Eiserne Vorhang für die Grenzregion ein großer Nachteil gewesen. Die Entwicklung des Burgenlandes sei "eine Geschichte des Aufstiegs", erklärte Niessl. Aus dem einstigen Schlusslicht sei "ein Vorzeige-Bundesland" geworden.

Aus der ärmsten Region Österreichs sei "in vielen Bereichen eine Modellregion geworden." Die historischen Veränderungen in Europa, die Ostöffnung und der EU-Beitritt hätten dem Burgenland neue Chancen eröffnet. "Wir haben diese Chancen genutzt. Und wir haben die Zukunft fest im Blick", sagte Niessl.

Die Entwicklung des Burgenlandes sei auch geprägt von Solidarität und Menschlichkeit. Die "enorme Hilfsbereitschaft" der Burgenländer beim Ungarn-Aufstand 1956, der Tschechoslowakei-Krise 1968 oder beim Fall des Eisernen Vorhangs 1989 habe international Anerkennung gefunden: "Die Burgenländer hatten stets ein großes Herz, wenn Menschen in Not geraten sind."

Eine Besonderheit des Burgenlandes sei das partnerschaftliche Miteinander der Volksgruppen und Konfessionen: "Hier ist ein geistig-kulturelles Klima entstanden, das von Toleranz und Offenheit geprägt ist." Dieses Klima gelte es zu pflegen. Zum Aufstieg des Burgenlandes habe auch das partnerschaftliche Miteinander mit dem Bund beigetragen.

Als wichtige Themen der politischen Arbeit nannte Niessl die Jugendbeschäftigung und den Ausbau der Bildung. Seit 1970 habe sich die Zahl der Arbeitsplätze im Burgenland auf über 98.000 mehr als verdoppelt. Wirtschaftliches Wachstum im Einklang mit einer intakten Natur, "das ist das Prinzip der Nachhaltigkeit, das wollen wir im Burgenland leben." Die Energiewende habe das Burgenland "schon vor zehn Jahren eingeleitet."

"In erster Linie ist die Geschichte des Aufstiegs ein Erfolg der Burgenländerinnen und Burgenländer", denen "größter Dank, Respekt und Anerkennung, gebühre", erklärte Niessl.
 

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