Halloween-Sniper will sich entschuldigen

Burgenland

Halloween-Sniper will sich entschuldigen

Jener Mann, der vor einer Woche in Großhöflein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) eine 13-Jährige angeschossen und verletzt haben soll, bedauert seine Tat. Das gab sein Verteidiger Christian Supper bekannt. Im Gespräch erklärte der Anwalt: "Mein Mandant ist zerknirscht. Er weiß, dass er sehr leichtsinnig war."

Schussübungen
Laut dem Bericht der Tageszeitung sei man, als der 32-jährige Verdächtige bei seinem Halbbruder in Großhöflein zu Besuch war, auf die Idee gekommen, in verbautem Gebiet mit einem Repetiergewehr, das sich der Halbbruder ausgeborgt haben soll, Schussübungen zu machen. Von der Terrasse aus soll der mutmaßliche Schütze auf eine Aludose und eine Straßenlaterne geschossen und dann auf einen größeren Stein gezielt haben. Statt des Steines wurde jedoch das Mädchen getroffen, das mit Freunden unterwegs war.

"Er weiß, dass das keine gute Idee war", so Supper. Sein Mandant wolle sich bei dem Opfer - das Mädchen konnte das Spital bereits verlassen - entschuldigen. "Die Kanzlei wird in den nächsten Tagen Kontakt mit dem Opfer aufnehmen", erklärte der Verteidiger.

Untersuchungshaft
Der 32-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Einen konkreten Termin für die nächste Haftprüfungsverhandlung, die nach der Verhängung der U-Haft am 3. November spätestens am 17. November stattfinden muss, gebe es noch nicht.

Der Burgenländer wird des versuchten Mordes oder der absichtlich schweren Körperverletzung verdächtigt. Supper wies diese Vorwürfe zurück, da sein Mandant weder vorsätzlich noch absichtlich auf die Gruppe der Jugendlichen bzw. auf das Mädchen geschossen habe. Auch gegen den Halbbruder soll es dem Vernehmen nach ein Verfahren nach dem Waffengesetz geben.

Von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt (StA) hieß es auf APA-Anfrage, dass es einen zweiten Beschuldigten gebe und gegen ihn u.a. wegen dem Waffenbesitz ermittelt werde - aber nicht nur, wie StA-Sprecher Roland Koch betonte. Der zweite Beschuldigte stehe allerdings nicht im Verdacht, selbst geschossen zu haben. Nähere Auskünfte konnten dazu nicht gemacht werden.

Das Mädchen war am 31. Oktober mit einer Gruppe von Freunden in Großhöflein unterwegs, als es nach einem Knall einen starken Schmerz im linken Oberschenkel spürte und zusammensackte. Im Krankenhaus stellten die Ärzte die Schussverletzung fest. Das Projektil wurde nicht entfernt. Die 13-Jährige habe "Glück gehabt, so, wie es jetzt liegt, dass es keinen Schaden bei den Gefäßen angerichtet hat", hieß es aus dem Spital.

 

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