Kührung von Österreichs härtestem Feuerwehrmann

Zum 6. Mal

© F. Parits/TFA

Kührung von Österreichs härtestem Feuerwehrmann

Der härteste Feuerwehrmann Österreichs wird am Samstag in Siegendorf gekürt: Zur mittlerweile sechsten Auflage des "Toughest Firefighter Austria" (TFA)-Wettbewerbes in der nordburgenländischen Gemeinde haben sich 87 Starter aus acht Nationen angemeldet. Sie müssen dabei vier Stationen bewältigen, bei denen den Teilnehmern buchstäblich nichts geschenkt wird.

80 Kilo Pumpe schultern
Im ersten Teil des Bewerbes müssen die Feuerwehrleute zwei 80-Meter-Schläuche auslegen, erläuterte der stellvertretende Feuerwehrkommandant von Siegendorf, Roland Schimetits, bei der Präsentation des Wettkampfes heute, Dienstag. "Die zweite Station ist sicherlich die Schwierigste": Dabei muss eine 80 Kilogramm schwere Puppe geschultert und 100 Meter getragen werden. Am Ende gilt es dann noch, eine drei Meter hohe Mauer zu überwinden.

Ein Lauf in den zweiten Stock, bei dem auch zwei Schläuche hinaufgezogen werden müssen, bildet die dritte Station. Zum Abschluss müssen die Teilnehmer dann noch den zwölften Stock eines Bürogebäudes in Siegendorf erklimmen - mit voller Ausrüstung und Atemschutz. Die einzelnen Stationen müssen jeweils in vier Minuten bewältigt werden, sonst gibt es Strafpunkte. Zwischen den Aufgaben bleiben den Teilnehmern zehn Minuten Verschnaufpause.

Sportler in der Feuerwehr ansprechen
"Wir wollen mit diesem Wettbewerb die Sportler in der Feuerwehr ansprechen", so Schimetits. Denn zum Unterschied vom Teamwork bei den Feuerwehr-Leistungsbewerben sind die Teilnehmer beim "Toughest Firefighter Austria" auf sich alleine gestellt.

Als größter Titel-Favorit am Samstag gilt der Steirer Herbert Krenn aus Heiligenkreuz am Waasen im Bezirk Leibnitz. Er trug bereits dreimal den Sieg davon und holte im Vorjahr in Australien den Weltmeistertitel. Ins Rennen gehen auch 15 Burgenländer, unter ihnen der Siegendorfer Manfred Domnanich. "Mein Ziel ist es eigentlich, einfach durchzukommen", meinte der 24-Jährige. Alleine das sei schon der Beweis für körperliche Fitness. Als erste Feuerwehrfrau Österreichs geht Irene Zabinsky von der Feuerwehr Wien-Süßenbrunn an den Start.

Tausende Besucher
Der "Toughest Firefighter Austria" wird zum zweiten Mal auf dem Areal des neu errichteten Feuerwehrhauses in Siegendorf ermittelt. Die Anfänge machte der Bewerb davor in der Gewerbezone Ost. Im Vorjahr verfolgten bereits knapp 2.000 Besucher die "Action". Die Vorbereitungen dauern zwei bis drei Monate, 14 Tage vor dem Wettkampf wird mit dem Aufbauen der Wettkampfstationen begonnen, schilderte Schimetits.

Seit die Feuerwehr Siegendorf den Wettkampf organisiert, seien viele Kontakte gewachsen. Auch privat sind viele Freundschaften entstanden. Die Siegendorfer "Firefighter" nehmen mittlerweile auch an ähnlichen Wettkämpfen in den Nachbarländern Teil. In der Gemeinde selbst braucht man sich keine Sorgen um den Feuerwehr-Nachwuchs zu machen: Derzeit zählt die Wehr 64 aktive Mitglieder. Dazu kommen 27 Jungfeuerwehrleute, elf von ihnen sind Frauen, so Bürgermeister Gerhard Steier (S).

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