Schlepper verlangte 9.000 Euro

Festgenommen

Schlepper verlangte 9.000 Euro

Auf der Raststation Göttlesbrunn (Bezirk Bruck a.d. Leitha) der Ostautobahn (A4) ist ein Bulgare als mutmaßlicher Schlepper festgenommen worden. Er war nach Angaben der Sicherheitsdirektion mit einem Minivan unterwegs, in den ein nur 23 Zentimeter hohes Versteck eingebaut war, aus dem zwei Iraker befreit wurden. Der geständige 47-Jährige wurde in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt.

9.174 Euro pro Person
Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte am 13. Juli, so die Ermittler der Gruppe Menschenhandel im Landeskriminalamt NÖ. Dem Bulgaren seien in der Folge drei Schleppungen seit Ende Juni nachgewiesen worden. Der Mann hat eigenen Angaben zufolge pro Fahrt 1.000 Euro erhalten. Die Migranten aus dem Irak und aus Afghanistan sollen pro Person 13.000 Dollar (9.174 Euro) bezahlt haben.

Mini-Versteck
Für die Schleusungen mit Ausgang in der bulgarischen Stadt Ruse kam laut Polizei ein Minivan zum Einsatz, unter dessen hinteren Sitzreihen ein Versteck im Ausmaß von 183 mal 81 mal 23 Zentimeter eingebaut war. Es hatte keinerlei Lüftung und war aufgrund der geringen Höhe sehr beengend. Das Versteck war durch eine Eisenklappe, die durch die hintere Sitzreihe abgedeckt und verriegelt war, zugänglich und nur von außen zu öffnen.

Die in Göttlesbrunn befreiten Iraker im Alter von 21 und 22 Jahren wurden in die Erstaufnahmestelle Ost nach Traiskirchen gebracht. Sie gaben an, dass sie über Aufforderung des Fahrzeuglenkers unter massiven Bedrohungen mehrmals Platz in dem engen Versteck nehmen mussten.

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