24 und 30 Monate Haft für zwei Kärntner Bankräuber

Urteil

© Laila Daneshmandi

24 und 30 Monate Haft für zwei Kärntner Bankräuber

Die beiden Männer wurden wegen des Verbrechens des schweren Raubes am Landesgericht Klagenfurt zu teilbedingten Haftstrafen von 24 beziehungsweise 30 Monaten verurteilt. Vier beziehungsweise fünf Monate davon wurden unbedingt ausgesprochen. Die beiden Angeklagten hatten im Jahr 2005 im Alter von 17 Jahren zwei Banken in Klagenfurt ausgeraubt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Zwei Jahre unentdeckt geblieben
Es dauerte bis zum Februar 2007, bis es der Kärntner Polizei gelang, jene zwei Banküberfälle auf Filialen der Raiffeisen-Bezirksbank in Klagenfurt zu klären, die im Frühjahr 2005 verübt worden waren. Umso größer war die Überraschung, als sich herausstellte, dass zwei zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alte Kärntner die Täter waren.

Beute für "Luxus-Leben"
"Wir hatten keine extremen Geldsorgen; für das, was wir haben wollten, hatten wir aber zu wenig", erklärte der Erstangeklagte dem Jugendschöffensenat. Laut Staatsanwalt gaben die Burschen die gesamte Beute - insgesamt 41.995 Euro - für Modebekleidung, Werkzeug, Elektronikartikel und Mopeds aus.

Arbeitsteilung bei Überfällen
Die Banküberfälle liefen beide Male nach dem selben Muster ab. Einer der beiden 17-Jährigen fungierte als Fahrer des Fluchtmopeds, während der Zweite in das jeweilige Geldinstitut stürmte und mit vorgehaltener Waffe einen Kassier bedrohte. Laut Anklage wurde beim ersten Überfall eine sogenannte Soft-Air-Pistole, beim zweiten Mal eine Gasdruckpistole verwendet.

Täter aus "guten Verhältnissen"
"Beide kommen aus geordneten Verhältnissen", meinte Strafverteidiger Gunther Huainigg. Der Erstangeklagte konnte auf ein Lehrabschlusszeugnis mit ausgezeichnetem Erfolg verweisen. Sein Vater hat inzwischen den der Bank entstandenen Schaden zurückerstattet.

Das Urteil des Schöffensenats fiel jedoch eindeutig aus. Beide Angeklagten müssen nun zumindest für einige Monate ins Gefängnis. Die zwei Burschen nahmen die Urteile an, Staatsanwalt Plach gab keine Erklärung ab.

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