BZÖ ist eingeknickt

Umfrage

 

BZÖ ist eingeknickt

Schlechtes Zeugnis
Ein ganz und gar schlechtes Zeugnis stellt das Klagenfurter Humaninstitut dem BZÖ in Kärnten aus. Nach einer Umfrage unter 650 Kärntnern sind die Orangen auf 36 Prozent abgestürzt. Neun Prozent weniger als zu den Landtagswahlen am 1. März.

Wahlsieger LH Gerhard Dörfler kommentiert das schlechte Ergebnis für sein BZÖ mit einem Gegenangriff: „Die Herrschaften dort haben scheinbar ein Problem mit mir, weil ich ihnen trotz persönlicher Intervention keine Aufträge gegeben habe.“ Und Dörfler schießt scharf nach: „Man hat sogar angekündigt für ein schlechtes Image des BZÖ zu sorgen, wenn sich das nicht ändern würde.“

Schlagabtausch
Dr. Franz Witzeling vom Humaninstitut sieht die Kritik gelassen: „Es stimmt. Termin habe ich bei ihm keinen bekommen, aber was kratzt es die Eiche, wenn sich eine Sau daran reibt“, fragt er schelmisch. Dörflers Konter: „Seine Umfragen haben vor der Wahl nicht gestimmt. Da hat er die SPÖ als klaren Sieger gesehen und sie stimmen jetzt nicht. Denn wir liegen in Wahrheit inzwischen bei rund 50 Prozent, der Mann hat keinen blassen Schimmer.“

Witzeling:
„Ich bin Beobachter. Der Wähler hat zur Zeit eine nüchterne Phase erreicht. Ich sehe das BZÖ noch immer weit vor den anderen, so schlecht schneiden die nun auch wieder nicht ab“, gibt er zu bedenken. Die orangen Nachfolger haben es jedenfalls laut Umfrage schwer, in die Fußstapfen des verstorbenen Jörg Haider zu treten. Nur 17 Prozent würden der Frage, ob diese in der Lage seien, die politischen Ziele Haiders umzusetzen, zustimmen. 45 Prozent sprechen ihnen diese Fähigkeiten rundweg ab.

Das Ergebnis für die anderen Parteien (siehe Grafik): Die SPÖ bleibt bei 29 %, ÖVP (von 17 auf 14 %) und Grüne (von 5 auf 3 %) verlieren, die FPÖ legt leicht zu. Die Zahl der Unentschlossen liegt bei 15 Prozent.

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