Bursche kündigte Bluttat in Schule an

Schüler suspendiert

© Polytechnikum Villach

Bursche kündigte Bluttat in Schule an

Winnenden, Erfurt und Ludwigshafen – diese deutschen Städte erlangten durch Amokläufe an Schulen traurige Berühmtheit. Am Dienstag „verriet“ auch ein derzeit freigestellter Schüler (15) des Polytechnikums in Villach, dass einer seiner Schulkollegen eine solche Bluttat plane.

Anonym
„Der betreffende Schüler, der schon seit geraumer Zeit im Krankenhaus Klagenfurt behandelt wird, hat bei der Polizei einen anonymen Anruf getätigt. Er erzählte, dass einer seiner Mitschüler, den er auch mit Namen nannte, mit einer Waffe in die Schule kommen würde“, schildert Ernst Johaim, Direktor des Villacher Polytechnikums, die dramatische Situation. Sofort rückten Polizei und Kriminalpolizei zur Schule aus. „Solche Drohungen muss man einfach ernst nehmen“, begründet Waltraud Grillitsch vom Landesschulrat Kärnten den Polizeieinsatz. Alle Schüler der Schule wurden auf Waffen untersucht – auch der vermeintliche Amokschütze. Dort stellte sich heraus: Dieser hatte keine Waffe bei sich. Vielmehr war alles nur ein „dummer Scherz“ – wenn auch kein sehr guter.

Erwischt
„Da die Polizei den anonymen Anruf aufgezeichnet hatte, konnten wir den wahren Übeltäter anhand seiner Stimme identifizieren“, informiert Johaim. Und: „Gott sei Dank ist nichts passiert, aber in die Schule kommt dieser Schüler sicher nicht mehr zurück.“ Mit welchen Folgen der 15-Jährige zu rechnen hat, entscheidet der Bezirksschulinspektor. „Der Schüler war sich des Ausmaßes seines Scherzes sicher nicht bewusst“, ergänzt Grillitsch. Dennoch hat der Bursche der gesamten Schule einen Riesenschrecken eingejagt.

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