Der erste Schnee löst Winter-Chaos aus Der erste Schnee löst Winter-Chaos aus

Wintereinbruch

 

 

Der erste Schnee löst Winter-Chaos aus

Der erste Wintereinbruch nach dem Sommer hat hochalpinen Lagen im Westen und Süden Österreichs am Freitagnachmittag und in der Nacht auf Samstag teils große Mengen Schnee beschert. So fielen auf der Rudolfshütte im Pinzgau laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bis zu 75 Zentimeter. Der Schnee war sehr patzig und schwer, im Lungau musste die Feuerwehr bei einer Schneedecke von 30 Zentimetern 40 Mal ausrücken. Zahlreiche Bäume waren umgestürzt.

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Neben der Rudolfshütte bekamen auch der Zillertaler Gletscher mit 60 und der Kitzbüheler Hahnenkamm mit 40 Zentimetern besonders viel Neuschnee ab. Auch die Turracher Höhe in Kärnten wies 40 Zentimeter Neuschnee auf.

Wer schon an Skifahren außerhalb der Gletschergebiete denkt, hat sich aber zu früh gefreut. Der Schnee kann sich auf den Bergen nicht lange halten. "Spätestens Sonntagmittag setzt massives Tauwetter bis in große Höhen ein", prognostizierte Haslhofer.

Unfall in Vorarlberg
In Vorarlberg gab es den ersten schneebedingten Unfall. In Damüls im Bregenzerwald kam am Freitag ein Auto von der Schneefahrbahn ab und kollerte über eine Wiese. Der 27-jährige Lenker kam mit leichten Verletzungen davon.

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70 cm in Tirol - Lawinenwarnung
Bis zu 70 Zentimeter Schnee in höheren Lagen in Tirol veranlassten den Lawinenwarndienst des Landes am Samstag zu einer ersten Warnung. Vor allem oberhalb von 3.000 Metern bildeten sich frische Triebschneeansammlungen, die leicht gestört werden könnten, gab Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst an. Unterhalb von 3.000 Metern werde die Lawinengefahr aber rasch wieder abnehmen, hieß es.

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Feuerwehr rückt in Salzburg aus
In Salzburg waren 109 Helfer von acht Feuerwehren unterwegs, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu räumen. In Tamsweg fielen zwei Bäume auf eine Stromleitung, einmal begannen dadurch die Leitung und mehrere Bäume zu brennen, beim zweiten Mal entstand ein Glimmbrand im Verteilerhaus. Beide Brände waren aber rasch gelöscht. Bei der Rudolfshütte (2.315 Meter Seehöhe) im Oberpinzgau sind seit Freitag 75 Zentimeter Schnee gefallen. Im Lungau ist die Schneedecke rund 30 Zentimeter dick.

Verkehrschaos in Kärnten
Auf den Kärntner Straßen gab es witterungsbedingt in den frühen Morgenstunden Verkehrsbehinderungen. Nach Angaben des ÖAMTC wurden Großglockner-Hochalpenstraße, Maltatal- und Nockalmstraße gesperrt. Die Nockalmstraße bleibt bis Frühjahr 2009 zu. Auf der Tauernautobahn (A10) gab es teilweise Schneematsch, vor allem auf der Überholspur. Die Katschberg-Bundesstraße (B99) musste bei Trebesing gesperrt werden, allerdings nicht wegen zu viel Schnee, sondern aufgrund eines Erdrutsches.

Schneespuk nur bis Sonntag
Der Schneespuk sollte am Sonntag bereits wieder vorbei sein. Vorher wird es in der Früh aber sehr kalt. Abgesehen vom östlichen Flachland wird es überall leicht frostig, inneralpin ist teilweise sogar mit strengem Frost zu rechnen. "Alles hängt davon ab, wie verbreitet sich Nebel und Hochnebel bilden", zeigte sich Manfred Bauer, ZAMG-Meteorologe in Innsbruck, überzeugt. "Vor allem in höheren Seitentälern des Montafons, sowie vom Arlberg bis ins hintere Ötztal kann es in der Nacht auf Sonntag kalt werden: Wenn der Nachthimmel klar bleibt, dann sind bis zu minus sieben Grad Morgenfrost möglich."

Schweizer Pässe gesperrt
Auch in den Schweizer Bergen ist vorzeitig der Winter eingebrochen. Nach Angaben der Verkehrsinformation Viasuisse mussten neun Pässe gesperrt werden. Es handelt sich um die Übergänge Albula, Flüela, Forcola di Livigno, Furka, Gotthard, Grimsel, Klausen, Nufenen und Susten. Für die Fahrt über den Berninapass waren Schneeketten erforderlich. Ab einer Höhe von 1.000 Metern sei mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen, warnte Viasuisse am Samstag.

Fotos: (c) AP

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