Schock in Graz

Erster Virus-Jet in Österreich

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Schock in Graz: Dienstagabend landete der erste Schweinegrippen-Flieger aus der Pandemie-Region Mallorca. Drei Kärntner sind erkrankt.

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In England (55.000 Erkrankte allein letzte Woche) und Deutschland („Bild“ titelt am Mittwoch: „Virus außer Kontrolle“) herrscht Panik. Jetzt packt die Schweinegrippe auch uns. Dienstag landete in Österreich der erste Schweinegrippe-Flieger aus einer Urlaubsregion. In einer Fly Niki-Maschine von Mallorca nach Graz saßen drei Kärntner, die am H1N1-Virus erkrankt waren – und jetzt fürchten sich auch die anderen 165 Passagiere vor der Infektion mit der Schweinegrippe.

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Es war Dienstag, 22.50 Uhr, als die Fly Niki-Maschine aus Mallorca in Graz aufsetzte. Der Flieger war mit sonnengebräunten Urlaubern aus ganz Österreich fast voll. Mit an Bord: Alexander W. (25), Gottfried U. und ein befreundeter Lehrer aus Villach.

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Trotz Feriengefühle war die Stimmung im Flieger alles andere als ausgelassen. „Es war sehr eigenartig, alle im Flieger haben gehustet und erkältet gewirkt“, erzählt W. Bei Gottfried U. ist die Grippe zuerst ausgebrochen: „Erst klagte er über Husten und Halsschmerzen, dann kam hohes Fieber über 39 Grad dazu“, sagt Mutter Eva U. zu ÖSTERREICH. Mit dem Notarzt-Wagen wurde der Mann ins Landeskrankenhaus Villach eingeliefert.

Zuerst Party und Sangria, jetzt Quarantäne im Spital
Der Schnelltest ergab: Infektion mit dem H1N1-Virus. Sofort kontaktierte der Mechaniker seine drei Freunde – auch bei ihnen war der Test positiv. Alle drei lagen Mittwochnachmittag in Quarantäne auf der Isolierstation. U. kämpfte bereits mit Husten, Fieber und Gliederschmerzen, bei den beiden anderen steht die Grippe knapp vor dem Ausbruch. Eigentlich hatten die drei den Urlaub ihres Lebens hinter sich: Vier Tage lang vergnügten sich die Villacher auf Mallorca, feierten am Ballermann und tranken Sangria via Strohhalm – das wurde ihnen zum Verhängnis. Hubert Hrabcik vom Gesundheitsamt: „Dabei ist die Infektionsgefahr am größten.“

165 Passagiere des Fliegers fürchten sich jetzt vor Grippe
Aber nicht nur den drei Villachern geht es schlecht: Theoretisch könnten sich auch alle anderen 165 Passagiere durch Tröpfcheninfektion die Schweinegrippe geholt haben. Am meisten gefährdet sind jene Urlauber, die in unmittelbarer Nähe der Infizierten gesessen sind. Deshalb griff Mittwoch früh der Notfall­plan des Gesundheitsministeriums. „Wir haben die 24 Personen, die neben den Infizierten gesessen sind, sofort ans Gesundheitsamt übermittelt“, sagt Niki Lauda zu ÖSTERREICH (rechts).

Inzwischen sind 76 Österreicher infiziert. Urlauber, die nach Spanien reisen, sollen sich aber nicht fürchten. „Es gibt keine Reisewarnung. Wichtig ist aber, Massen-Events zu meiden“, sagt Hrabcik.

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