Ganz Finkenstein in Trauer

Mord an Polizisten

© TZ Österreich Raunig

Ganz Finkenstein in Trauer

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Exekutive wurde am Donnerstag Johann L., jener Polizeibeamte in Finkenstein zu Grabe getragen, der, wie berichtet, am 30. April von seinem Sohn im gemeinsamen Haus in Gödersdorf (Gemeinde Finkenstein) bei Villach erschossen wurde. Mit dem Beamten starb auch dessen Bruder, der zufällig anwesend war.

Doppelmord
Der Doppelmord hatte am Donnerstag der Vorwoche ganz Österreich erschüttert: Der 34-jährige Ex-Polizist Michael L. war mit einem Gewehr bewaffnet in Haus seines Vaters, eines 61-jähriger Polizeibeamten, der in Villach Dienst versah, gestürmt und schoss danach wild um sich. Dabei wurden der Vater und sein zufällig anwesender Bruder sofort getötet. Anschließend stürmte der Tatverdächtige ein Gasthaus und schlug mit dem Kolben des Gewehres auf fremde Personen ein.

Motiv weiter unklar
Nur dem Umstand, dass die Waffe defekt wurde, war es zu verdanken, dass nicht noch mehr Opfer bei dem Amoklauf zu beklagen waren. Wenig später konnte der Täter in einem Waldstück von der Besatzung eines Hubschraubers entdeckt und von Beamten der Sondereinheit COBRA verhaftet werden. Das Motiv für das Blutbad liegt immer noch im Dunkeln, es dürfte aber im Hass auf den Vater zu suchen sein.

300 Trauergäste
Während der Bruder des Mordopfers am Dienstag beerdigt wurde, geleiteten 300 Trauergäste, darunter die völlig gebrochene Ehefrau des Opfers und Mutter des Täters, den Polizisten zu Grabe. Neben Freunden und Verwandten gaben auch rund 100 Beamte ihrem Kollegen das letzte Geleit. Umrahmt wurde die Trauerfeier von der Polizeimusik.

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