Killer schoss Frau in den Kopf und zündete sie an

Kärnten

© TZ ÖSTERREICH

Killer schoss Frau in den Kopf und zündete sie an

Nach dem Fund einer nackten Frauenleiche am Wochenende in unmittelbarer Nähe zur Südautobahn (A2) bei Völkermarkt in Kärnten hat die Polizei am Montag ihre Ermittlungen fortgesetzt. Im Vordergrund stand die Identifikation der mit vier Schüssen getöteten - und später angezündeten - Frau. "Leider liegen uns noch keine Hinweise aus der Bevölkerung vor", sagte Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt.

Die Beschreibung des etwa 15 bis 25 Jahre alten Mordopfers wird nun mit internationalen Vermisstenanzeigen abgeglichen. "Das kann einige Tage dauern", meinte Martinz. In Österreich wird derzeit keine Person vermisst, auf die die Beschreibung passt. Die Frau wird als zierlich und äußerst gepflegt beschrieben.

Gebiss der Toten auffallend
Auffallend sind Zähne des Opfers, die alle mit Kronen überzogen sind. Trotz ihrer jungen Jahre trug die Unbekannte eine Brücke. Am Tatort wurden aber weder Kleidung noch Ausweise gefunden, die auf die Identität des Mordopfers hindeuten. Die Leiche weist auch keine besonderen Narben und Tätowierungen auf.

Dass ein Zusammenhang mit einem Mordfall vor drei Jahren in der Steiermark besteht ist für Martinz "eher nicht wahrscheinlich". Im Jahr 2005 wurde eine stark verbrannte Frauenleiche neben der Südautobahn bei Pirka unmittelbar nach der Ausfahrt Graz-West gefunden. Diese Frau war ebenfalls kaum bekleidet, sie wurde mit fünf wuchtigen Hieben auf den Hinterkopf erschlagen. Außerdem wurde der Toten das linke Ohr abgeschnitten.

Täter wollte Leiche verbrennen
Derzeit seien keine Rückschlüsse möglich, aus welchem Land oder aus welchem Milieu das Opfer stamme. Die sehr gepflegte Frau sei offenbar erst erschossen und danach entkleidet worden. "Wir gehen davon aus, dass der Fundort auch der Tatort ist", sagte Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt am Sonntag. Die Leiche war bereits am späten Samstagnachmittag von einem Mountainbiker gefunden worden.

Die Ermittlungen am Tatort waren am Sonntag in vollem Gange. Reifenspuren, die Rückschlüsse auf das Fahrzeug der Täter zulassen könnten, hofften die Ermittler allerdings kaum zu finden. Grund: In der Tatnacht gingen in weiten Teilen Kärntens heftige Gewitter mit Starkregen nieder. Diese Niederschläge machten offenbar auch das Vorhaben der Täter zunichte, ihr Opfer zu verbrennen. Trotz Brandbeschleunigers - vermutlich Benzin - verbrannten nur Teile der Haut und des Gesichtes der Toten. Die große Hitzeentwicklung erschwerte allerdings die Rekonstruktion der Gesichtszüge der Frau.

Benzinkauf könnte erste Spur liefern
"In Österreich ist derzeit keine Person abgängig, auf welche die Beschreibung der Toten passt", erläuterte Martinz. Die Ermittler suchten nun Zeugen, die in der Nacht etwaige Fahrzeugbewegungen im Bereich des Tatortes beobachtet hatten und bat um Hinweise zu Käufern von Benzinkanistern. "Der Benzinkauf kann durchaus an irgendeiner Tankstelle entlang der A2 geschehen sein", meinte der Polizeioffizier.

Die Ermordete war mit einer Körpergröße von 155 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 48 Kilogramm eher zierlich. Sie war lediglich mit Kniestrümpfen bekleidet und trug kein Schmuck. Die Getötete trug eine Kurzhaarfrisur und hatte sehr gepflegte kurze Finger- und Fußnägel, die mit Klarlack lackiert waren.

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