Neue gefährliche Drogenmischung im Umlauf

Erster Toter

© APA/Artinger

Neue gefährliche Drogenmischung im Umlauf

Der neue Drogen-Mix hat bereits ein Todesopfer gefordert. Ein 26 Jahre alter Mann aus Feldkirchen starb am vergangenen Freitag nach dem Konsum dieses harten Mixes. Drei weitere Konsumenten, alle aus dem Raum Feldkirchen, sind derzeit auf der Intensivstation.

Weitere Opfer möglich
Ihr Zustand sei lebensbedrohlich, hieß es aus dem Spital. Die Polizei überprüft derzeit eine Reihe von Fällen, wo Burschen und Mädchen in den vergangenen Tagen nach scheinbar übermäßigem Alkoholgenuss versorgt werden mussten. Es sei nicht auszuschließen, dass dabei noch weitere Opfer der neuen Droge gefunden würden.

Starke Nachfrage an Kokain Schuld
Die Suchtgiftfahnder arbeiten auf Hochtouren, um die Vertriebswege aufzudecken. Ebenso ist noch ungeklärt, warum ein derart gefährlicher Drogenmix an die Konsumenten verkauft wird. Spekuliert wird, dass die Nachfrage nach Kokain so stark gestiegen sein könnte, dass die Dealer den "Schnee" deshalb mit Heroin strecken.

"Die Mischung der beiden Uralt-Drogen Kokain und Heroin ist als 'Speedball' seit langem bekannt. Dieser Konsum kommt wahrscheinlich häufiger vor als es in der Öffentlichkeit auftaucht. Es handelt sich um eine besonders gefährliche Mischung harter Drogen", sagte am Dienstag der Wiener Drogenbeauftragte Alexander David.

Der Wiener Experte vermutet im Auftauchen eines solchen Drogenkonsums - wie aus Kärnten berichtet - zuvorderst weder "Verwechslung" noch "Verpantschung": "Das ist ein klares Konsummuster." Einerseits würden manche Heroin-Benutzer auch manchmal Kokain zusätzlich verwenden. Es gäbe aber auch die Umkehrung. David: "Personen, die Kokain als 'Run' im Zeitraum von 24, 48 Stunden oder sogar noch länger hoch dosiert einnehmen, konsumieren dann auch noch Alkohol, Schlafmittel oder Heroin."

Damit wollen sie sozusagen wieder ihre Psyche nach der extrem aufputschenden Wirkung hoher Dosen Kokains beruhigen. Das Gefährliche dabei: Kokain belastet Herz und Kreislauf stark, mit dem Heroin - womöglich auch noch mit Alkohol und/oder Schlafmitteln - kommt eine stark dämpfende Wirkung auf das Atemzentrum im Gehirn hinzu. In Wien will man in Zukunft verstärkt auf diese Problematik achten.

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