Radarkasten aus Rache angezündet

Villach

© TZ ÖSTERREICH/Fürweger

Radarkasten aus Rache angezündet

"Die beiden sind eigentlich anständige Jugendliche. Und jetzt haben sie so eine Dummheit gemacht." Ein Beamter des Villacher Kriminalreferates ist über die "kreativen Einfälle" eines 17- und eines 18-jährigen Villachers schockiert.

Denn bereits vor einem Monat schlug das Duo die Scheibe eines Radarkastens ein. Dann schütteten sie Benzin in die Öffnung und zündeten den ganzen Kasten an. Mit einem lauten Knall explodierte die "Blitzermaschine".

Nun, vier Wochen später, konnten die beiden Burschen ausgeforscht werden. Das Motiv dürfte für viele Autoraser nachvollziehbar sein. Denn die Villacher zündeten den Radarkasten aus Rache an – weil der 18-Jährige in vergangener Zeit des Öfteren geblitzt wurde.

Explosion
Die Tat ereignete sich am 21. Jänner 2011 gegen 23.10 Uhr. Mit einem Hammer schlugen sie die Panzerglasscheibe des Radargerätes ein. Dann schütteten sie Benzin in die Öffnung. "Gerade als die beiden einen mit Benzin getränkten Fetzen in die Öffnung stecken wollten, explodierte der Kasten", weiß die Polizei. Dabei zog sich der 17-Jährige Verbrennungen unbestimmten Grades zu.

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Aufgrund von Zeugenaussagen, DNA-Spuren und "geheimen Ermittlungen" konnten die Burschen schließlich ausgeforscht werden. Sie müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Der Sachschaden beträgt 80.000 Euro.

Ausgetauscht
Und wer denkt, dass zu schnell fahren in der Warmbaderstraße nun "gratis" ist, der irrt: Bereits zwei Tage nach der Tat wurde der beschädigte Radarkasten gegen einen neuen ausgetauscht.

Autor: E. Vinzens
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