Skifahrer auf Piste gepfählt

Herz um Millimeter verfehlt

 

Skifahrer auf Piste gepfählt

Schreckliche Szenen spielten sich am Donnerstag bei einem Skirennen am Falkert in Kärnten ab. Der 51-jährige ÖBB-Mitarbeiter und Hobby-Skifahrer Günter S. raste die Piste herunter, bis eine kleine Unachtsamkeit fast zum Todesdrama wurde.

„Er knallte gegen eine Torstange und hob ab wie von einem Katapult. Dann krachte er mit voller Wucht in einen Zaun. Es hat einfach furchtbar ausgesehen“, erzählt Veranstalter Gottfried Moser, ein Freund des Verletzten. Beim Aufprall auf den Zaun drang ein Holzpfahl in den Brustkorb des Kärntners ein – und verfehlte das Herz nur um wenige Millimeter. Sofort wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Erste Diagnose: Schweres Thoraxtrauma.

„Günter wird das schaffen, er ist ein harter Hund“
Die Ärzte mussten den schwer verletzten Mann noch auf der Piste unter Narkose setzen, erst dann konnte S. ins Landeskrankenhaus Klagenfurt geflogen werden. Mittlerweile ist er Gott sei Dank außer Lebensgefahr, hat aber Lungenverletzungen erlitten. Gottfried Moser: „Der Günter wird das schon schaffen, er ist ein ganz harter Hund!“

Unfall-Serie: Skifahrer stürzte 200 Meter ab
Auch von anderen Pisten des Landes wurden schwere Unfälle gemeldet. In Seefeld (Tirol) stürzte ein 12-Jähriger bei einem Nachwuchsrennen so schwer, dass sein Skihelm brach. Der bewusstlose Bub wurde von anderen Mitgliedern des Skiklubs reanimiert und mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen. Sein Zustand ist kritisch.

Im Zillertal kam es gestern Nachmittag zu einem tödlichen Unfall: Ein Skifahrer aus Lettland stürzte in Mayrhofen auf der Talabfahrt 100 Meter ab und erlitt tödliche Kopfverletzungen. Er trug keinen Helm.

Auf dem Präbichl (Stmk.) war eine 43-jährige Skifahrerin aus Wien mit ihrer Tochter zusammengestoßen. Das Mädchen (9) erlitt einen Unterschenkelbruch. Auf der Wurzeralm (OÖ) kollidierte ein 15-Jähriger mit einem 40-Jährigen. Beide wurden schwer verletzt.

Rund 1.000 Verletzte gibt es derzeit täglich auf den Pisten. Insgesamt werden heuer rund 65.000 Wintersport-Opfer befürchtet.

kor

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