Streit um das Böllerschießen

Tradition

© Raunig

Streit um das Böllerschießen

In Arnoldstein droht wie schon in Rosegg ein „Böllerkrieg“: Böllerkanonen dürfen in Zukunft nur noch an bestimmten Stellen aufgestellt werden. Das Schießen vom Kloster wurde von der BH Villach überhaupt verboten. Bis zum 17. Juli, dem Beginn das Kirchtages, wollen einige Arnoldsteiner die Rücknahme der Verordnung durch eine Unterschriftenaktion erzwingen. „Die wollen das Brauchtum umbringen“, tobte Franz Zwitter vom Kirchtagsverein, als ihm der Bescheid der BH-Villach ins Haus flatterte. „Seit Jahrzehnten schießen wir vom Kloster hinunter. Jetzt dürfen wird nur mehr vier Schüsse pro Stunden abfeuern und das aus einer dunklen Ecke des Ortes, irgendwo im Niemandsland. Damit ist ein wichtiger Punkt des Brauchtums, das Herausschießen unserer Mitbürger am Morgen, umgebracht worden“, so Zwitter. Der Verein will nun mit einer Unterschriftenaktion beweisen, dass die Mehrheit der Arnoldsteiner für die Beibehaltung des Brauchtums ist. In Rosegg endete ein ähnlicher Streit sogar vor dem Richter. Weil sich ein Anrainer durch die Oster- und Kirchtagsböller gestört gefühlt hatte, verklagte er den örtlichen Brauchtumsverein wegen Lärmerregung. Er verlor zwar den Prozess, dennoch wurde dem Brauchtum ein Riegel vorgeschoben. (wru)

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