Vermurungen in Kärnten, Starkregen in Vorarlberg

Unwetter

 

Vermurungen in Kärnten, Starkregen in Vorarlberg

Heftige Gewitter mit Starkregen haben am Montag in Kärnten die Feuerwehren auf Trab gehalten. Straßen wurden überschwemmt, es kam zu einigen Murenabgängen und Verkehrsbehinderungen. Verletzt wurde niemand. Bereits in der Nacht hatte es starke Gewitter gegeben, in mehreren Regionen Kärntens fiel der Strom aus.

In Treffen bei Villach wurde eine Fichte von einem über die Ufer getretenen Bach unterspült. Der Baum stürzte quer über die Straße und musste von der Feuerwehr entfernt werden. Im Gegendtal im Bezirk Villach traten Bäche über die Ufer, Muren verlegten Straßen, die Feuerwehren konnten die Behinderungen aber rasch entfernen.

In den frühen Morgenstunden waren mehrere 1.000 Haushalte in Mittel- und Unterkärnten ohne elektrischen Strom. Blitzschläge und umgestürzte Bäume hatten in den Bezirken St. Veit/Glan und Völkermarkt, aber auch im Raum Klagenfurt zu Unterbrechungen der Stromversorgung geführt. Teilweise dauerte es mehrere Stunden, bis die Störungen beseitigt waren.

Regen hielt Vorarlberger Feuerwehr in Atem
Strömender Regen hat die Vorarlberger Feuerwehren auch am Montag in Atem gehalten. Bis zum frühen Nachmittag wurden nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle knapp 40 Einsätze verzeichnet. Hauptsächlich galt es überschwemmte Keller auszupumpen und verklauste Bäche freizulegen. Der Rhein-Pegel erreichte die Vorwarnstufe, eine Bedrohung bestand aber nicht. Auch der Wasserspiegel des Bodensees stieg kräftig an. Größere Schäden blieben aus.
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Schwere Unwetter am Wochenende
Heftige Unwetter haben am Samstagabend zu 112 Einsätzen für die Feuerwehr in Niederösterreich geführt. Insgesamt rückten 1.600 Kräfte aus, so NÖ-Landesfeuerwehrsprecher Thomas Neuhauser. Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Waldviertel. 123 Feuerwehren arbeiteten aufgrund des Unwetters im Bundesland, 58 davon in den Bezirken Gmünd, Horn, Zwettl, Waidhofen an der Thaya und Hollabrunn.

Mann von Baum erschlagen
Starkregen und Wind ließen Bäume umstürzen, Keller gerieten unter Wasser. Für die Feuerwehrleute galt es, vorwiegend Auspump- und Sicherungsarbeiten durchzuführen. In Ybbs (Bezirk Melk) löschten 60 Mann einen vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelösten Waldbrand. Am Nachmittag war ein Todesopfer zu beklagen: Nahe von Meggenhofen im Bezirk Grieskirchen wurde ein Mann von einem Baum getroffen, für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Auf der Innkreisautobahn (A8) mussten Autofahrer zum Teil stehen bleiben, weil große Äste und sogar Bäume auf die Fahrbahn gefallen waren. Auch im Hausruckviertel richteten die Unwetter zahlreiche lokale Schäden an. Auf den Seen im Salzkammergut galt Sturmwarnung.

Zwei Millioen Euro Schaden in OÖ
Die Unwetter am Samstagabend verursachten in Oberösterreich zum Teil schwere Hagelschäden in der Landwirtschaft. Betroffen waren vor allem die Bezirke Braunau, Eferding, Grieskirchen und Ried. Die Schadenshöhe dürfte rund zwei Millionen Euro betragen. Das gab die Österreichische Hagelversicherung in einer Aussendung am Sonntag bekannt.

Zahlreiche Sachverständige waren am Sonntag mit den Erhebungen beschäftigt, mindestens 6.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen dürften massiv geschädigt sein. Die Österreichische Hagelversicherung riet betroffenen Landwirten, ihre Schäden möglichst rasch zu melden.

Kugelblitz in Niederösterreich
Ein Kugelblitz ist in eine Garage in Litschau (Bezirk Gmünd) eingeschlagen. Das Mauerwerk wurde in der Folge lose und beschädigte ein Fenster des angrenzendes Wohnhauses. Die freigesetzten glühenden Teile zogen auch einen Pkw, der vor dem Domizil abgestellt war, in Mitleidenschaft. Der Kugelblitz bewegte sich weiter und schlug dann in ein weiteres Garagentor ein, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.

Durch den zweiten Blitzeinschlag wurde die Garage erheblich beschädigt, so wurden die Fliesen herausgerissen. Folglich wurde auch das Auto, das dort geparkt war, in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, berichtete die Polizei.

Radfahrerin in Vorarlberg von Bauzaun getroffen
Eine 56-jährige Radfahrerin wurde am Samstagabend in Höchst (Bezirk Bregenz) von Elementen eines Bauzauns getroffen, die von einer Windböe aus der Verankerung gelöst wurden. Die Bregenzerin erlitt dabei laut Sicherheitsdirektion Schnitt- und Schürfverletzungen im Gesicht sowie an Händen und Beinen. Am frühen Sonntagvormittag musste die Feuerwehr bei starkem Regen zu vorerst drei Einsätzen ausrücken, um das Eindringen von Wasser in Gebäude zu verhindern.

Die Frau war gegen 18.30 Uhr gemeinsam mit ihrem Ehemann unterwegs, als der Bauzaun umgeweht wurde. Sie wurde von den umstürzenden Bauzaun-Elementen erfasst, fiel zu Boden und kam unter dem Zaun zu liegen. Ein Passant brachte die 56-Jährige schließlich zu einer nahe gelegenen Arzt-Ordination, wo die Frau versorgt wurde.

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