Wien spielt nicht mit

Stadion-Rückbau

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Wien spielt nicht mit

Freitag ist Finale in der Causa Stadion-Rückbau: Der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider trifft auf Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka, um ihn zu überzeugen, dass das Stadion weiterhin 30.000 Sitzplätze haben soll. Doch viel Spielraum gibt es da offenbar nicht: „Wir rücken von unserem Standpunkt nicht ab“, hieß es gestern aus dem Finanzministerium. Demnach will der Bund 10,6 Millionen Euro für einen mit Alt-Bürgermeister Harald Scheucher vereinbarten Rückbau auf 22.000 Sitzplätze zahlen. Für Neo-Stadtchef Scheider sei diese Vereinbarung aber nicht haltbar.

Hatte Scheucher das Mandat zu verhandeln?
Scheucher hätte gar kein Mandat gehabt, irgendwas mit dem Bund auszuhandeln. Dazu hätte er auch die Nebenkosten für Infrastruktur von noch einmal fast fünf Millionen Euro vergessen, so Scheider. Ex-Bürgermeister Harald Scheucher wehrt sich dagegen, dass er auf die Nebenkosten vergessen habe. „Das war damals überhaupt kein Thema. Mir fallen bis heute auch keine Nebenkosten ein, die fünf Millionen Euro ausmachen würden.“

Scheider kontert in der Causa mit einem Rechtsgutachten, das ihm Rückendeckung gibt. „Demnach gilt nach wie vor eine alte Vereinbarung, wonach sich der Bund verpflichtet hat, das Stadion auf 12.500 Sitzplätze zurückzubauen. Das kommt nur um zwei Millionen billiger als das, was wir nun vorschlagen. Nämlich alles mit 30.000 Sitzplätzen zu belassen, wie es ist.“ Die oberen Ränge sollten mit Werbeflächen abgedeckt und nur dreimal im Jahr bei Großveranstaltungen geöffnet werden.

Stadt stetzte sich mit heute ein Ultimatum
Die Stadt hat sich heute per Beschluss im Gemeinderat selbst ein Ultimatum gestellt. Konkret will sie 18.000 Sitzplätze für Bundesligaspiele und alle Ränge für Länderspiele zugänglich machen. Die Kosten dafür würden sich auf 19 Millionen Euro belaufen, rechnet Scheider. Die ursprünglichste Variante, gar auf 12.500 Sitzplätze zu reduzieren, würde auch schon auf 17 Millionen kommen.

Ein gestriges Vorgespräch sei bereits positiv verlaufen. Ab Freitag 16 Uhr wird mit Lopatka direkt verhandelt.

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