16-köpfige Dealergruppe in NÖ ausgeforscht

30 kg Heroin

© APA/ROBERT NEWALD

16-köpfige Dealergruppe in NÖ ausgeforscht

Wie die NÖ Sicherheitsdirektion am Dienstag berichtete, wurden in den vergangenen Monaten 14 Verdächtige mazedonischer Herkunft ausgeforscht, festgenommen und in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.

30 kg Heroin in Umlauf gebracht
Zwei weitere Haftbefehle sind ausgeschrieben, wobei ein Verdächtiger flüchtig ist. Die umfangreichen Erhebungen, Überwachungen und Einvernahmen wurden von der Suchtmittelgruppe des Landeskriminalamts Niederösterreich (LKA) in Zusammenarbeit mit Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität geführt.

Mit kurzen Unterbrechungen seien täglich bis zu 200 Gramm Heroin in Verkehr gesetzt worden. Insgesamt wurde den Verdächtigen der Verkauf von 27 bis 30 Kilo Suchtgift - zu 40 bis 50 Euro pro Gramm - zugeordnet. Im Zuge mehrerer Hausdurchsuchungen im Großraum Wien wurden 230 Gramm Heroin und 27.865 Bargeld sichergestellt. Das durch den Drogenverkauf erwirtschaftete Geld - insgesamt 1,1 bis 1,5 Mio. Euro, dürfte entweder persönlich mit Kurieren oder über Geldinstitute nach Mazedonien gebracht bzw. überwiesen worden sein.

Handel von Mazedonien aus kontrolliert
Organisiert und kontrolliert soll der Suchtmittelschmuggel und -handel großteils über diverse Call- und Internetshops von Veles (Mazedonien) aus worden sein. Die dortige Gruppe steht im Verdacht, zahlreiche Herointransporte per Linienbus und Pkw von Mazedonien nach Österreich organisiert zu haben. Von den Kriminellen seien regelmäßig junge Personen mazedonischer oder ex-jugoslawischer Herkunft angeworben worden, die teilweise mit gefälschten Reisepässen und Personalausweisen ausgestattet und auf dem Seeweg nach Italien und dann mit Pkw nach Österreich eingeschleust worden seien.

Auch 16 Abnehmer verhaftet
Im Zuge der Ermittlungen sind 16 Suchtmittelabnehmer aus dem Großraum Wien und Niederösterreich ausgeforscht und festgenommen worden, weitere zwölf wurden angezeigt. Diese 28 Personen stehen im Verdacht, das Heroin nicht nur für den Eigenkonsum erworben, sondern auch weiterverkauft zu haben. Rund 60 weitere Konsumenten aus Wien und Niederösterreich wurden der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt.

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