Ex-Frau im Interview

© Tino Reiter

"Andreas soll ein würdiges Grab bekommen"

ÖSTERREICH: Ihr Ex-Mann wurde ohne Ihr Wissen in einem Armengrab beigesetzt. Wie konnte das passieren?

Alice Weixelbaum: Ich habe ja nach seinem rätselhaften Tod eine Obduktion angestrengt. Sein Leichnam wurde dann von einem Spital ins andere geschafft. Hier müssen Fehler passiert und Informationen verloren gegangen sein.

ÖSTERREICH: Wer wusste denn, dass Andreas Angehörige hat?

Weixelbaum: Ich habe ihn im AKH besucht und mit Ärzten gesprochen. Nach seinem Tod habe ich ständig bei der Polizei nachgefragt, ob die Leiche freigegeben ist. Es hieß: Nein, es muss erst das Obduktionsergebnis abgewartet werden.

ÖSTERREICH: Von wem erfuhren Sie dann, dass er in einem Armengrab bestattet wurde?

Weixelbaum: Ich bereitete ja das Begräbnis in Bernhards­thal vor. Die Bestattungsfirma hat herausgefunden, dass Andreas am Zentralfriedhof verscharrt worden war. Mich hat aber nie jemand kontaktiert.

ÖSTERREICH: Wie erklären Sie sich den Tod von Andreas?

Weixelbaum: Bevor er starb, sagte er, dass er seine Firma verklagen will, da er bei der Arbeit Quecksilber- und Benzoldämpfen ausgesetzt war. Ich habe die Staatsanwaltschaft und einen Anwalt eingeschaltet. Angeblich wird ermittelt, aber es gibt noch keine Ergebnisse. Ich werde nicht locker lassen, bis die Todesumstände geklärt sind. Zurzeit will ich nur, dass Andreas in ein würdiges Grab kommt.

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