Sonderthema:
Basketballer als Schnitzelkoch: Explosion

Missgeschick

© Manfred Bauer

Basketballer als Schnitzelkoch: Explosion

„Houston, wir haben ein Problem“, funkte die Besatzung der Apollo 13 zur Bodenstation. Genau dasselbe wird der 33-jährige Basketball-Profi Kevin Houston zu sich selbst gesagt haben, als er die Trümmer seiner Küche in der Wohnung in der Wiener Straße sah. Doch der US-Spieler hatte auch „big luck“, also großes Glück, wie die Feuerwehr von Traiskirchen im Nachhinein feststellt.

Aber von Anfang an:
Donnerstagabend wollte sich der routinierte und vielseitige Außenspieler, der seit Dezember 2009 beim Bundesligisten, den Traiskirchener Arkadia Lions, aufgeigt, ein Schnitzel braten.

Druckwelle
Dabei geriet ihm das Fett im Kochtopf (statt in einer Pfanne) etwas zu heiß, worauf das Öl prompt Feuer fing. Der 1,93m-Mann aus Brooklyn in New York reagierte schnell – aber falsch. Er versuchte, das brennende Fett mit Wasser zu löschen (statt mit einer Decke oder Sand zu ersticken). Daraufhin kam es zu einer Verpuffung mit einer derartig gewaltigen Druckwelle, dass nicht nur die Küche arg in Mitleidenschaft gezogen wurde – sondern die gesamte Fensterfront aus der Mauer nach außen gedrückt wurde. Außerdem zersprangen die Fensterscheiben. Ein Nachbar eilte herüber und konnte den Brand noch vor Eintreffen der Florianis mit dem Feuerlöscher ersticken. Kevin Houston überlebte unverletzt.

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