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Brüder schossen sofort

Serien-Bankräuber

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Brüder schossen sofort

Ihr jüngster Coup am Freitag hat durch eine wilde Schießerei Schlagzeilen gemacht: Um 16.50 Uhr überfielen die Linzer Brüder Christian (23) und Alexander L. (26) eine Raika-Filiale in Blindenmarkt (Bezirk Melk). Der jüngere Gangster stürmte schwer bewaffnet die Bank (während sein Bruder im Fluchtwagen wartete) – und hatte bereits die Taschen voll Geld, als er vom 39-jährigen Security Albert G. mit dem Zuruf „Halt oder ich schieße!“ gestoppt wurde.

Mit Lungenschuss im Inquisitenspital
Räuber Christian L. drückte daraufhin sofort selbst ab und riskierte damit ein Blutbad. Er wurde bei der folgenden Schießerei (neun Kugeln) aber selbst in die Brust getroffen. Mit einem Lungendurchschuss rettete er sich noch zum Komplizen ins Auto, kurz darauf aber war ihre Flucht zu Ende: Auf einem A1-Parkplatz wurden die Gangster von einem Cobra-Kommando überwältigt. Der schwer verletzte Christian L. liegt nach einer Notoperation im Kremser Spital – und kann vermutlich erst Montag einvernommen werden. Sein Bruder Alexander wurde von der Kripo nach Linz gebracht – und den ganzen Samstag über verhört.

Der Polizei ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Kripo-Ober Franz Preining ist sicher: „Die beiden sind Serientäter. Wir hatten sie schon länger im Visier. Immer nach Überfällen haben sie sich auf einen längeren Urlaub nach Thailand verabschiedet. Und wenn sie pleite waren, kamen sie offenbar zu neuen Beutezügen zurück.“

Sieben Coups sicher, sechzehn im Verdacht
Gesichert sind sieben Banküberfälle, die auf das Konto der Brüder gehen, drei in Niederösterreich, vier in Oberösterreich. Insgesamt hält die Polizei für möglich, dass sie 16 Coups auf dem Gewissen haben. Derzeit überprüfen die Ermittler auch Überfälle auf Wiener Geldinstitute.

Wie gefährlich die Brüder waren, zeigt nicht nur die Schießerei am Freitag, sondern auch das umfangreiche Waffenarsenal, das bei ihnen im Kofferraum sichergestellt wurde: eine Glock-Pistole, eine tschechische CZ-Pistole und sogar eine Skorpion-MP, dazu 300 Schuss Munition. Ermittler Preining: „Ein großer Fang.“

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