„E.s Besuche bei ihrer Tochter wichtig

Inzest-Fall

„E.s Besuche bei ihrer Tochter wichtig"

Es war Primar Albert Reiter, bei dem am 19. April die Alarmglocken schrillten: Nachdem die 19-jährige K. von ihrem Großvater Josef Fritzl mit einem Multi-Organversagen ins Landesklinikum Amstetten eingelieferte wurde, informierte der engagierte Mediziner die Polizei und startete eine groß angelegte Suchaktion nach der „vermissten“ Mutter E. Knapp zwei Monate später gibt es eine erste Jubelmeldung: K. ist aufgewacht, es geht ihr gut.

ÖSTERREICH: Wie ist die Aufwachphase von K. verlaufen?

Albert Reiter: Wir konnten die Medikamente, die sie in künstlichem Tiefschlaf hielten, erstmals am 12. Mai reduzieren. Drei Tage später, am 15. Mai, hat sie die Augen geöffnet und Emotionen gezeigt. Wir haben sie angelächelt und sie zurück. Erstmals gesprochen hat die Patientin dann am 1. Juni bei der Frühvisite um 9 Uhr. Ich habe gesagt: Hallo K. , sie antwortete: Hallo. Ein neues Leben.

ÖSTERREICH: Ein berührender Augenblick?

Reiter: Ja, sehr. K. wurde mit lebensbedrohlichem Multi-Organversagen am 19. April bei uns eingeliefert. Wir haben alle intensivmedizinischen Maßnahmen ausgeschöpft, alles lief wie am Schnürchen. Kurz nachdem sie aufgewacht ist, haben wir sie mobilisiert und sie konnte die ersten Schritte machen.

ÖSTERREICH: Seit wann ist K. nun bei ihrer Familie?

Reiter: Vergangenen Sonntag, den 8. Juni, wurde sie sitzend im Krankenwagen ins Landesklinikum Amstetten-Mauer gebracht. Ihre Mutter E. war aber in den letzten Wochen täglich bei ihrer Tochter und hat sie mit Zuneigung und Liebe unterstützt und für die teilweise schmerzhaften Aktivitäten motiviert. K. hat wirklich toll mitgemacht. Dass ihre Mutter oft bei ihr war, war äußerst positiv für den schnellen Genesungsprozess der Patientin.

ÖSTERREICH: Wird K. wieder ganz gesund werden?

Reiter: Wir können bereits jetzt von einer fast völligen Genesung sprechen.

ÖSTERREICH: Gerüchten zufolge soll K. ebenfalls von Josef Fritzl sexuell missbraucht worden sein.

Reiter: Ich bitte um Verständnis, ich möchte und kann mich auch aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht nicht dazu äußern.

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