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Frau trennt sich auf Rutsche Finger ab

Klosterneuburg

Frau trennt sich auf Rutsche Finger ab

Die neue Wasserrutsche im renovierten Klosterneuburger Freizeitzentrum "Happyland" ist einer Besucherin am Sonntagnachmittag zum Verhängnis geworden. Die 45-Jährige trennte sich den kleinen Finger der linken Hand ab, berichtete die NÖ Landespolizeidirektion auf Anfrage. Die Verletzte wurde ins Landesklinikum Klosterneuburg gebracht.

Zum Hergang erklärte die Polizei, dass die Frau beim Rutschen vermutlich auf eine als Abgrenzung zum Wellenbad montierte Platte gegriffen hatte. Es gebe Warnschilder, sich an den Seiten nicht anzuhalten.

"Happyland"-Geschäftsführer Stefan Konvicka sprach gegenüber der APA von einem bedauerlichen Unfall und einer Verkettung unglücklicher Umstände. Die - senkrecht unter dem Rand der Rutsche befestigte - Platte habe sich gelockert, sodass sich die Frau den Finger einklemmte. Er sei auch mit dem Ehemann der Verletzten in Kontakt.

Konvicka bestätigte das Vorhandensein des Sicherheitshinweises und betonte, dass es sich um eine - behördlich genehmigte - Kinderrutsche handle. Die im Wasser stehende Platte an deren unterem Ende sei von der Fachfirma zum Schutz kleiner Kinder vor großen Wellen provisorisch angebracht worden und sollte ausgetauscht werden. Bis zu diesem Wechsel bleibe die Rutsche nach dem Unfall nun gesperrt.

Erst Mitte Dezember war das renovierte Wellenbad inklusive kleiner Rutsche und neuem Kleinkinderbereich eröffnet worden. Medienberichten vor Weihnachten zufolge brachte dann eine defekte Pumpe zu wenig Wasserdruck in die Rinne, außerdem hätten sich Kinder bei der Landung im seichten Auslauf an den Bodenfliesen leicht verletzt. Dazu meinte Konvicka, dieses Problem sei bereits an den Rutschenhersteller weitergeleitet worden.

Der Verletzten ging es am Tag nach dem Unfall psychisch nicht gut. "Das hätte nicht passieren dürfen. Es hätte sich auch ein Kind verletzen können", verwies sie im APA-Gespräch darauf, dass die Platte mit einem scharfen Metallteil unter dem Rutschenrand schräg vorstand. Sie habe vor der Landung im Wasser etwas bremsen wollen - dann sah sie ihr Blut und schrie "mein Finger!".

Ein Bademeister sei nicht in der Nähe gewesen, neben ihrer Familie hätten ihr andere Badegäste Erste Hilfe geleistet. Ihr Mann und ihr Sohn suchten nach dem Finger, schilderte sie das traumatische Erlebnis für den 13-Jährigen. Empörend fand die aus England stammende, in Groß-Enzersdorf lebende 45-Jährige auch, dass sich anschließend niemand vom "Happyland" um ihre Familie - drei Kinder und ihre 75-jährige, nicht Deutsch sprechende Mutter - gekümmert habe, als sie vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurde.

 

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