03. September 2009 09:37
Das Frequency-Wochenende bot drei Tage lang ein irres Spektakel. 120.000
Besucher und Musik rund um die Uhr brachten St. Pölten einen Image-Gewinn
weit über die Landesgrenzen hinaus. Selbst Bürgermeister Matthias Stadler
schnupperte beim Thomas D-Auftritt Festivalluft und schwärmte vom
Woodstock-Feeling an der Traisen: „Da wurde für die Jugend etwas Besonderes
auf die Beine gestellt.“
Gedämpfte Euphorie
Zwei Wochen später sind die Zelte
abgebaut, der Mist ist weg – und die Euphorie bei Bürgermeister Matthias
Stadler ist wieder gedämpft: „Mir ist wichtig zu analysieren, in welcher
Dichte und Größe St. Pölten überhaupt Events an diesem Standort verträgt und
was Anrainern zugemutet werden kann.“ Stadler übt Selbstkritik und fragt
sich für ein Da Capo im nächsten Jahr, ob die Zeltplätze zu nahe an
Wohnsiedlungen grenzten oder die Bevölkerung zu wenig informiert wurde.
25 Beschwerden
Das Frequency 2010 könnte also über 25
Beschwerde-E-Mails aufgeregter Anrainer stolpern. Hauptbeschwerdepunkte sind
die Zeltstadt an der Traisen, der viele Müll und Lärm. Stadler will in den
nächsten Wochen alle Für und Wider einer Neuauflage des Frequencys in St.
Pölten überdenken. Bis dahin hängt das Festival in der Luft.
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Bürgermeister Stadler: "Noch ist nichts fix."
ÖSTERREICH:
Herr Bürgermeister, das Frequency war ein toller Erfolg, warum
haben Sie jetzt Bedenken? Matthias Stadler: Ich muss
grundsätzlich überlegen, in welcher Dichte und Größe St. Pölten
überhaupt so große Events verträgt.
ÖSTERREICH: Wurden in der Vorbereitung zum Festival Fehler
gemacht? Stadler: Vielleicht hätte man die Bevölkerung mehr
informieren müssen, was bei 120.000 Besuchern auf die Stadt zukommt.
ÖSTERREICH: Gibt es eine echte Chance auf ein Frequency
2010? Stadler: Noch ist nichts fixiert, wir müssen Pro und
Kontra analysieren.
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