Gutachten im Fall Krems eingelangt

Sehr umfangreich

Gutachten im Fall Krems eingelangt

Die Gutachten im Fall des erschossenen 14-Jährigen mutmaßlichen Einbrechers in Krems im August sind laut übereinstimmenden Medienberichten jetzt fertig. "Die Gutachten sind heute eingelangt", bestätigte Friedrich Köhl, der Sprecher der Korneuburger Staatsanwaltschaft.

Zum Inhalt und Umfang der Gutachten - laut Aussagen des Schießtechnikers Ingo Wieser im ORF sollen sie sehr umfangreich sein - konnte Köhl nichts sagen. Der Inhalt sei ihm selbst auch nicht bekannt, gelesen würden die Schriftstücke zunächst auch nur von der zuständigen Staatsanwältin, so Köhl. Auch zu einem späteren Zeitpunkt seien näheren Informationen für die Öffentlichkeit nicht geplant: "Den Inhalt wird die Staatsanwaltschaft nicht kommunizieren", betonte der Sprecher.

Demnächst Anklage gegen 17-Jährigen
Wie lange es noch dauern werde, bis der Vorhabensbericht der Korneuburger Anklagebehörde fertig ist, wusste er nicht: "Da möchte ich mich nicht festlegen." Nachdem der Vorhabensbericht sowohl von der Oberstaatsanwaltschaft Wien als auch dem Justizministerium abgesegnet werden muss, steht der Zeitpunkt einer möglichen Anklageerhebung zurzeit noch genauso in den Sternen wie ein möglicher Prozesstermin.

Zeitlich näher dürfte dagegen ein Verfahren gegen den 17-jährigen mutmaßlichen Komplizen des getöteten 14-Jährigen liegen. Eine Anklage gegen den bei dem Vorfall im August verletzten Burschen soll laut ORF NÖ in den kommenden ein bis zwei Wochen fertiggestellt sein.

Beamte wieder im Dienst
Am 5. August hatten zwei Polizeibeamte - ein Mann und eine Frau - nach Auslösung des stillen Alarms im Merkur-Markt in Krems-Lerchenfeld auf zwei mutmaßliche Einbrecher geschossen. Der 14-jährige Florian P. wurde dabei tödlich in den Rücken getroffen, ein mittlerweile 17-Jähriger erlitt Oberschenkeldurchschüsse.

Während die Polizisten behaupteten, einen Angriff abgewehrt zu haben, gab der 17-Jährige an, dass er und sein Komplize bereits auf der Flucht gewesen seien. Die beiden Polizeibeamten, gegen die wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt wird, stehen wieder im Dienst. Der 17-jährige mutmaßliche Komplize von Florian P. bleibt vorerst bis Mitte Oktober in U-Haft.

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