Im Fall des wegen massiven Verstößen gegen Tierschutzgesetze beschuldigten
Tierarztes aus Niederösterreich, Ferdinand Entenfellnde, Bruder von
Österreichs „Vorzeige-Tierschützerin“ und "Krone"-Kolumnistin
Maggie Entenfellner, sind am Dienstag Videos aufgetaucht. Die schockierenden
Bilder untermauern die Anschuldigungen der Tierschützer und sollen den
Behörden Material für neue Ermittlungen liefern.
Anzeige erstattet Mit einer Protestaktion vor dem Hof des
Schweinebauern wollten Aktivisten in der vergangenen Woche auf die
„untragbaren Zustände“ in der Mast des Tierarztes hinweisen. Beim
Einschreiten der Polizei überreichten die Tierschützer den Cops eine
Anzeige, in der dem Beschuldigten Tierquälerei unterstellt wird. Für
Ferdinand Entenfellner sind die Vorwürfe haltlos: „Wir werden ständig
überprüft und es gab noch nie etwas zu beanstanden.“
„So etwas Schlimmes wie in dieser Fabrik habe ich noch nie gesehen“, schäumt
Franz Plank und verweist auf das Video, das dem Obmann des Tierschutzvereins
Animal Spirit anonym zugespielt worden ist. Darauf zu sehen sind sterbende
und bereits verendete Ferkel, die in einem dunklen Stall von ihren
Artgenossen angeknabbert werden.
Die Bilder, die laut Plank einen massiven Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
beweisen, sollen am vergangenen Sonntag in einer Schweinemastfabrik in
Stössing aufgenommen worden sein (eine aktuelle Ausgabe von der Tageszeitung
ÖSTERREICH ist als Datum-Beweis auf den Bildern zu sehen.)
Auch oe4.at zeigt das schockierende Video aus dem Betrieb. Menschen mit "schwachen
Nerven" sollten sich dieses Video nicht ansehen!
Behörden fanden nichts Aufgrund der Anzeigen haben die
Behörden den Betrieb nun untersucht und nichts Auffälliges vorgefunden.
Tierschützer gehen davon aus, dass belastendes Beweismaterial vor dem
Eintreffen des Amtstierarztes beseitigt wurde. Angebleich sei dieser nämlich
erst Stunden später eingetroffen.
Gegen den Tierarzt gab es bereits im Jahre 1999 Anzeigen wegen ähnlichen
Vorwürfen. Damals, so heisst es von Seiten der Tierschützer, soll es keine
Konsequenzen für den Beschuldigten gegeben haben.